Nach Corona-Umsatzeinbrüchen: Hotels in Nordkirchen erholen sich wieder

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Hotels und Restaurants beklagten in den vergangenen Monaten einen Umsatzeinbruch von bis zu 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In bestimmten Bereichen steigt die Nachfrage aber wieder an.

Nordkirchen, Olfen

, 04.07.2020, 15:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Krise traf das Gastgewerbe stark. Das belegen die Zahlen, die das Statistische Landesamt (IT.NRW) bekanntgab. Im April ist der Umsatz in der NRW-Gastronomie im April im Vergleich zu 2019 um 65 Prozent eingebrochen. Die Hotels sind sogar noch stärker betroffen. Auch in Nordkirchen.

Bis zu 90 Prozent Umsatzausfall

Laut IT.NRW hatten die Hotels im Land während der Corona-Beschränkungen im April 87 Prozent weniger Umsatz durch Übernachtungen als im Jahr davor.

Diese Zahl kann Albert Lücke vom Plettenberger Hof für seinen Betrieb bestätigen. Aber auch aktuell sei die Zahl der Übernachtungen eher gering: „Wenn ich zwei, drei Zimmer belegt habe, ist das schon gut.“ Normalerweise sei es zu dieser Zeit nicht einfach, eines der acht Zimmer des Hotels zu ergattern.

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Zwar waren geschäftliche Übernachtungen durchgehend erlaubt, „viele machen aber Home-Office und reisen gar nicht erst an“, glaubt Lücke. Auch die ausgefallenen Veranstaltungen trügen dazu bei, dass viele Geschäftskunden und Touristen ausblieben. Langsam steige die Zahl der Buchungen allerdings wieder an.

Im Schlaun-Café ist das ähnlich: „So langsam ziehen die Buchungen wieder an“, teilt Inhaber Heinz Perrar mit. Aber auch sein Betrieb hatte in den letzten Monaten ein Umsatzminus von bis zu 90 Prozent.

Touristen und Radfahrer im Biergarten

Auch das Coronavirus selbst sei noch ein Thema: „Ich hatte eine Buchung von einem Paar aus dem Kreis Gütersloh. Die mussten die geplante Radtour jetzt aber verlegen“, so Albert Lücke vom Plettenberger Hof.

Der gastronomische Bereich des Plettenberger Hofs läuft laut Lücke dagegen besser: „Wenn das Wetter gut ist, ist der Biergarten voll“, berichtet der Inhaber. Vor allem am Mittag, wenn Touristen und Radfahrer unterwegs sind, werde das Angebot des Restaurants gut angenommen. Abends sei dort dagegen noch nicht viel los.

Der während der Corona-Krise eingeführte Fensterverkauf von Speisen wird immer noch so gut angenommen, dass Lücke das auch weiterhin anbieten möchte.

Kegelbahn wieder gut gebucht

Das Schlaun-Café von Heinz Perrar überlegte sich etwas anderes. Dort wurde ein „Brotwagen“ eingesetzt, der in der Gemeinde unterwegs war. „Umsätze generiert man damit nicht, aber man macht weiterhin auf sich aufmerksam“, gesteht Perrar.

Der Café-Betrieb mache beim Schlaun-Cafés üblicherweise zwei Drittel des gesamten Umsatzes aus. Das Angebot des Cafés werde mittlerweile wieder angenommen, wenn auch noch nicht so wie vor Corona-Zeiten.

Was Corona offenbar kaum trüben konnte, ist die Freude auf einen gemeinsamen Kegelabend. Die Kegelbahn des Plettenberger Hofs wird laut Albert Lücke bereits wieder gut gebucht – trotz strengen Hygieneauflagen.

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