Nach Coronapause: Viele Anfragen bei Campingplätzen und Hotels in Olfen

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Eine Woche später als im Rest des Landes NRW dürfen jetzt auch im Kreis Coesfeld Restaurants und Hotels wieder öffnen. Die Erleichterung in den Betrieben ist greifbar, die Vorsicht auch.

Olfen

, 18.05.2020, 20:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei Platzwart Heinz Haußmann vom Campingplatz Burbank steht das Telefon nicht mehr still. „Die Leute wollen raus aus den Städten. Ich könnte jeden Tag zehn Wohnwagen aufnehmen“, sagt er. Darf er aber nicht. Die Hygienevorschriften setzten dem Campingplatz in der Coronakrise enge Grenzen. Am Mittwoch (20. Mai) kommen die ersten Gäste.

Maximal 16 Personen darf Haußmann aufnehmen. Eine Zahl, die schon mit drei Wohnwagen erreicht werden kann. „Maximal dürfen es sechs Wohnwagen sein“, erläutert der Platzwart die Situation. „Der entscheidende Faktor bei der Aufnahmekapazität sind die sanitären Anlagen.“

Ein Thema, das sich für viele Dauercamper auf der Anlage nicht stellt. Die Camper mit Zweitwohnsitz Olfen haben in ihren Blockhäusern Dusche und Toilette. Diese glückliche Situation gibt es aber nicht zum Nulltarif. „Dauercamper müssen eine Zweitwohnsteuer zahlen“, sagt Haußmann.

Campingplätze berichten von „sehr vielen Anfragen“

Ähnlich gut ist die Nachfrage beim Campingplatz Ternscher See. Betriebsleiter Philip Grasekamp berichtet, dass gerade für die nächsten langen Wochenenden mit Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam die Nachfrage groß ist. Aber auch für die nächsten Wochen gebe es „viele, viele Anfragen“.

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Allerdings ist aktuell rund ein Drittel der insgesamt 70 Stellplätze gesperrt, um den vorgeschriebenen Abstand einhalten zu können. Auch für die Nutzung der Waschräume oder den Besuch des Strandcafés gibt es Vorschriften wie Maskenpflicht.

Für das vergangene Wochenende zieht Philip Grasekamp ein überaus positives Fazit. „Die Besucher haben sich vorbildlich verhalten.“ Positiv dazu beitragen könnte auch die Tatsache, dass der Campingplatz Ternscher See über keine Zeltwiese verfügt.

Hotel/Restaurant Mutter Althoff geht neue Wege

Neue Konzepte entwickeln, Wege kennzeichnen, Abstände kontrollieren: Beim renommierten Hotel/Restaurant Mutter Althoff in Vinnum sind die Folgen der Coronapandemie auf den ersten Blick feststellbar. Das Restaurant ist in den großen Saal umgezogen. Die Tische sind allerdings nicht so elegant gestaltet wie früher.

Bei Mutter Althoff ist das Restaurant umgezogen in den großen Saal.

Bei Mutter Althoff ist das Restaurant umgezogen in den großen Saal. © Mutter Althoff

„Wir müssen der Situation gerecht werden und dürfen die Tische nicht eindecken“, sagt Jürgen Menke. Er bedauert, dass das Haus „eine Woche durch Westfleisch ausgebremst worden ist.“ Ab Mittwoch will Mutter Althoff wieder ganz für die Gäste da sein - auf allen Ebenen. Dazu gehören neben dem Restaurant auch der Biergarten und das Hotel.

Die neuen Möglichkeiten im Land, die jetzt auch im Kreis Coesfeld gelten, wirken sich allerdings noch deutlicher auf die Küche aus. Nach einer Coronapause kochen die Mitarbeiter jetzt wieder für das Restaurant. Dazu kommt ein neues Außer-Haus-Angebot.

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