Nach Corona-Fall: Schule in Senden für 14 Tage geschlossen

Coronavirus

Eine weiterführende Schule in Senden schließt für 14 Tage. Grund ist das Coronavirus: Eine der positiv getesteten Personen geht in eine Klasse der Schule.

Nordkirchen, Olfen

, 05.03.2020, 18:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Kreis Coesfeld haben sich 13 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert: Sie kommen aus der Stadt Senden. Wie am Donnerstagabend bekannt wurde, wird eine weiterführende Schule dort deswegen jetzt für 14 Tage schließen. Eine positiv getestete Person besucht eine Klasse der Schule. Es handelt sich um die Realschule in Senden, wie die Pressestelle des Kreises auf Anfrage der Redaktion erklärte.

„Um die weiteren Kontakte in der Schule besser erfassen und bewerten zu können, haben die Gemeinde Senden und das Kreisgesundheitsamt nun gemeinsam entschieden, die Schule für 14 Tage komplett zu schließen – ähnlich wie bei dem vergleichbaren Fall in Münster. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sieht der Kreis Coesfeld aber ansonsten keine Notwendigkeit, öffentliche Einrichtungen zu schließen. Als Vorsichtsmaßnahme können Schulträger bei besonderer Betroffenheit über einen Unterrichtsausfall entscheiden. Ähnliches gilt für Großveranstaltungen“, erklärt der Kreis Coesfeld in einer Pressemitteilung.

Weiter hieß es, dass unter den Infizierten auch eine Frau ist, die beim LWL in Münster beschäftigt ist, aber in Senden lebt.

Krisenstab des Kreises zur Koordinierung

Als Konsequenz aus der aktuellen Entwicklung der Krankheitsfälle im Kreis hat Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr entschieden, umgehend den Krisenstab des Kreises zur Koordinierung einzuberufen – obwohl es sich hier nicht um eine offizielle Großschadenslage oder Katastrophe handelt.

Weiterhin konzentriert sich das Geschehen auf die Gemeinde Senden. Schulze Pellengahr mahnt zur Besonnenheit: „Wir müssen alle umsichtig und konstruktiv zusammenarbeiten, um die Folgen des Ausbruchs zu begrenzen.“

Rat des Kreises: Telefonisch den Hausarzt kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen

Und weiter: „Bei normalen Erkältungserscheinungen sollten Betroffene am besten zu Hause bleiben“, rät Dr. Heinrich Völker-Feldmann, Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises Coesfeld. „Eine Testung auf das Coronavirus ergibt auch nur dann Sinn, wenn Zeichen eines grippalen Infektes und weitere Risikofaktoren vorliegen“, erklärt Dr. Völker-Feldmann. Für Personen mit Symptomen wie Fieber oder Atemnot gilt nach wie vor: Telefonisch den Hausarzt kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen. Für kleine Kinder und Schwangere besteht aus ärztlicher Sicht keine besondere Gefährdung.

„Die Hausarztpraxen im Kreis Coesfeld berichten derzeit von einer starken Auslastung. Eine wichtige Informationsquelle ist dabei auch der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117, der derzeit personell verstärkt wird“, heißt es in der Pressemittelung des Kreises.

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