Eva Stevanello, auf dem Foto kurz vor dem ersten Lockdown im März, hatte gehoff, dass die Schließung erst nach dem 20. Dezember komme. Jetzt kommt sie schon Mittwoch. © Marie Rademacher (A)
Coronavirus

Neue Coronaregeln: Friseurin in Olfen legt bis Mittwoch Extraschichten ein

Bund und Länder haben sich am Sonntag auf strengere Corona-Regeln geeinigt. Für Friseure heißt das: sie müssen schließen. Ein Friseursalon in Olfen hat schon entschieden, Extraschichten zu machen.

Irgendwann hatte Gesundheitsminister Jens Spahn mal versprochen, dass Friseursalons nicht mehr schließen müssen. Dieses Versprechen hat Eva Stevanello, die Inhaberin von Eva‘s Lockenbude in Olfen, noch gut im Ohr. Doch die Zeiten sind jetzt andere, die Infektionszahlen sind noch immer hoch, daran konnte auch der so genannte Lockdown light nichts ändern.

Also haben Bund und Länder am Sonntag schärfere Maßnahmen beschlossen: Dazu zählt auch, dass Friseure von Mittwoch an schließen müssen. Die Beschlüsse gelten erstmal für den 10. Januar.

Termine werden umverlegt

„Ich habe gehofft, dass die Schließung erst ab dem 20. Dezember kommt, oder vielleicht sogar nach Weihnachten“, sagt Stevanello. Für die Tage nach Weihnachten war in ihrem Salon ohnehin ein Betriebsurlaub geplant – um einige Tage Abstand zu haben, falls sich jemand an Weihnachten anstecken sollte.

Nun gibt es aber einen neuen Plan: Stevanello und ihr Team sind gerade dabei alle Termine zu verlegen, die kurz vor Weihnachten geplant sind. Dafür wollen sie Montag und Dienstag etliche Überstunden einlegen. „Damit die Kunden auch an Weihnachten gut aussehen“, sagt Stevanello. Einige Kunden hätten ihre Termine schließlich schon im Oktober gebucht. Wer allerdings spontan noch hofft, einen Termin zu bekommen, hat keine Chance mehr, sagt die Friseurmeisterin. Wie es dann ab Mittwoch weitergeht? „Erstmal wird Urlaub abgebaut, dann gucken wir mal“, sagt Stevanello auf das Thema Kurzarbeit angesprochen. Erstmal seien alle sehr tiefenentspannt. „Ohne das Team würde es nicht gehen“, sagt sie.

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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