Neues Baugebiet im Olfener Westen ist planerisch in Sicht

mlzOlfener Heide

Elf Hektar ist die Fläche südlich der Kökelsumer Straße groß, die Olfener Heide genannt wird und auf der bald ein neues Baugebiet entstehen soll. Eine große Hürde ist ausgeräumt worden.

Olfen

, 25.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es hätte ganz anders kommen können als das, was Bürgermeister Wilhelm Sendermann jüngst während der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses verkünden konnte. Dass das Baugebiet Olfener Heide nun realisierbar ist nämlich.

Das Problem hätte sein können, die 33 Grundstückseigentümer nicht unter einen Hut zu bekommen. Insofern nämlich, dass der eine oder andere sich hätte weigern können, Flächen abzugeben, um das Baugebiet zu ermöglichen.

Verträge mit Grundstückseigentümern abgeschlossen

So ist es nicht gekommen, wie Sendermann berichtete: „Wir haben alle Verträge abschließen können.“ Im Verwaltungsdeutsch heißt das: „Die Bodenordnung ist gesichert.“ Schon Ende 2017, als das Verfahren zur Bodenordnung noch gar nicht angelaufen war, hatte der Bürgermeister schon in einer Bürgerversammlung skizziert, was passieren könnte, wenn einzelne Eigentümer nicht mitspielen: Dann hätten Stadtspitze, Verwaltung und Politik schauen müssen, ob ein Baugebiet woanders realisiert werden kann.

Denkbar wäre aber auch gewesen, die nicht zum Verkauf stehenden Flächen beim Plankonzept für das Baugebiet auszusparen. Solch komplizierten Planungsmodelle sind nun nicht nötig.

Die Stadt hatte sich einer öffentlichen Sitzung zu den Grundstücksverhandlung bedient. Hintergrund: Alle Kaufverträge zwischen Stadt und Grundstückseigentümern sollten dieselben finanziellen Konditionen haben. Niemand solle mehr Geld bekommen als ein anderer.

Erschließung soll 2020 beginnen

Jetzt gehe es an die Detailplanung, sagte der Bürgermeister. Eine Planung liege in den Grundzügen vor. Darauf könne die Stadt aufbauen. Ziel sei, 2020 mit der Erschließung zu beginnen.

Was ist geplant? Zwischen Kökelsumer Straße, Springenkamp und Altem Postweg sollen rund 150 Grundstücke entstehen, die zwischen 400 und 500 Quadratmeter, vereinzelt aber auch größer sein sollen.

Wie sieht die Zufahrt zum Baugebiet aus? An der Einmündung Ächterheide/Kökelsumer Straße ist ein Kreisverkehr geplant, über den die Zufahrt zum Baugebiet führt. Im Baugebiet selbst soll es möglichst keinen Durchgangsverkehr geben.

Fläche für Wohnheim für Behinderte einplanen

In die Planungen bezieht die Stadt übrigens auch ein, einen weiteren Standort für ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen zu etablieren. „Wir sind seit 2011 in Gesprächen mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Caritasverband für den Kreis Coesfeld in der Frage, ob wir es schaffen können, weitere Wohnheimplätze für Menschen mit Behinderungen in Olfen hinzukriegen“, führte Wilhelm Sendermann aus. Das bestehende Wohnheim reiche nicht, um den Bedarf an Plätzen zu decken. Viele Olfener seien bereits an ihn zu diesem Thema herangetreten.

Neues Baugebiet im Olfener Westen ist planerisch in Sicht

Die 24 Plätze für Menschen mit Behinderungen im Caritas-Wohnheim an der Dattelner Straße reichen nicht aus. In der Olfener Heide soll ein weiteres Wohnheim entstehen. © Arndt Brede

Im Süden des Kreises Coesfeld gebe es kein ausreichendes Angebot an Wohnheimplätzen für Menschen mit Behinderungen, erklärte Olfens Bürgermeister. Nun gebe es die Chance, im Bebauungsplan für das künftige Baugebiet eine Fläche für solch ein Wohnheim auszuweisen. Zwischen 1500 und 2000 Quadratmeter, womöglich noch etwas mehr, werden laut Sendermann dafür benötigt. Die Fläche könnte an der Kökelsumer Straße liegen, also relativ nah zur Innenstadt, so der Bürgermeister.

Wie viele Plätze sind zu erwarten? Laut Bürgermeister Sendermann sind 24 Plätze geplant, also so viele wie im Wohnheim an der Dattelner Straße.

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