Mit dem Mountainbike abzuheben und dabei Kunststücke zu machen, ist gerade bei vielen Menschen angesagt. Jetzt hat die Olfener Politik einen Grundsatzbeschluss gefasst. © picture alliance/dpa
Auftrag

Olfen sucht Fläche für Dirtpark mit möglichst wenig Konfliktpotenzial

Olfen drückt bei der Errichtung eines Dirt-Parks aufs Gaspedal. Die Stadt will nach einem einstimmigen Votum der Politik „schnell Standortvorschläge machen“ - ist aber auch „vorgewarnt“.

Der teils erbittert geführte Kampf um einen Skatepark in der Steveraue hat tiefe Spuren hinterlassen. Bis heute. Einige damalige Kritiker halten die Umsetzung des Projektes in der Steveraue trotz der großen Resonanz unverändert für falsch. Die Befürworter hingegen verweisen auf den großen Erfolg des Projektes. Sie sehen die Befürchtung der Kritiker, dass die Anlage kaum genutzt werde, als widerlegt an.

Bei den Beratungen im Bau- und Umweltausschuss am Dienstagabend wurden fast schon folgerichtig Sorgen und Bedenken geäußert: Gibt es für ein derartiges Angebot eine Nachfrage? Wie sieht es mit der Haftung bei Unfällen aus? Könnten andere Radfahrer oder Spaziergänger durch die Nutzer des Dirt-Parks gefährdet werden?

Wie groß jedoch die Nachfrage nach einem entsprechenden Angebot ist, zeigt sich in zwei Punkten. In der Nähe von Haus Füchteln treffen sich bereits seit geraumer Zeit Menschen mit ihren Mountainbikes und andere Fahrrädern, um über Hügel zu springen oder andere Kunststücke zu zeigen. Gleichzeitig ist die Initiative in Olfen kein Einzelfall. Auch in anderen Orten sind entsprechende Angebote in der Planung oder bereits umgesetzt.

Nach einigen Wortbeiträgen von Dirt-Park-Befürwortern war die Abstimmung einstimmig pro CDU-Antrag. Damit ist die Stadt aufgerufen, einen möglichst perfekten Platz für eine entsprechende Anlage zu finden – mit möglichst wenig Konfliktpotenzial.

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Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer

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