Olfener Fanclubs vor Derby: Respekt trotz Rivalität

Fanclub-Chefs im Interview

Das 146. Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 wird auch in Olfen ausgefochten. Im Vorfeld des Spiels haben wir mit Uwe Reinkober und Markus Marott, den Vorsitzenden der beiden Olfener Fanclubs Schwarz-Gelbe Garde und Stever-Knappen, gesprochen.

OLFEN

27.02.2015, 18:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Freundlicher Handschlag zwischen Markus Marott und Uwe Reinkober vor dem 146. Revierderby.

Freundlicher Handschlag zwischen Markus Marott und Uwe Reinkober vor dem 146. Revierderby.

Herr Reinkober, Herr Marott, wo werden Ihre Rivalen am Ende der Saison stehen? Uwe Reinkober: Die Blauen landen auf Platz 5 oder 6, qualifizieren sich nicht für die Champions League. Und in dieser Saison ist sowieso gegen Real Madrid Schluss.Markus Marott: Der BVB schafft einen einstelligen Tabellenplatz, aber nicht die Qualifikation für die Europa League. In der Champions-League kommt Dortmund ins Viertelfinale.

Und was gönnen Sie Ihren Konkurrenten? Marott: Dass die Dortmunder immer schön hinter uns bleiben. Aber ich wünsche ihnen nicht den Abstieg. Frotzeln gehört zwar dazu, aber die Mutter aller Derbys gehört in die 1. Liga.Reinkober: Als Schwarz-Gelber bin ich seit Geburt gegen die Blauen. Mit einem muss ich sogar zusammen arbeiten. Ich habe Spaß, wenn die Blauen verlieren, aber ich feiere das nicht öffentlich.

Wie kommen Ihre beiden Fanclubs miteinander aus? Marott: Wir gehen respektvoll miteinander um, diskutieren über Fußball und können auch zusammen Karneval und Schützenfest feiern.Reinkober: Wir machen auch gute Sachen gemeinsam. Zum Beispiel die „Cold Water Challenge“ mit einer Geldspende oder die Blutspendeaktionen beim DRK.Wie beurteilen Sie Gewalt und Vandalismus in und vor den Fußballstadien? Stehen da die echten Fans nicht in der Verantwortung, die Chaoten auszugrenzen? Marott: Wir Fußballfans haben mit den Chaoten nichts zu tun. Die interessieren sich nicht für Fußball, sondern wollen nur Randale. Speziell auf das Derby gemünzt: Die Chaoten sind polizeilich bekannt und ich wundere mich, wenn Gewalt-Aktionen auf Facebook angekündigt werden, dass sie dennoch Zutritt zum Stadion bekommen. Da muss die Polizei eingreifen.Reinkober: Egal bei welchem Verein die Probleme auftreten: Gewalt muss verhindert werden. In vielen Stadien sind bessere Kontrollen notwendig, damit Pyrotechnik und gefährliche Gegenstände nicht hinein gelangen. Außerdem sollten gegen Randalierer noch im Stadion sofort Strafen verhängt werden.

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