Olfener Gesamtschule soll Nebenstandort in Datteln bekommen

Schuljahr 2018/19

Die Anmeldetage an der Gesamtschule Olfen waren bislang Selbstläufer. Seit der Gründung vor mehr als 25 Jahren gab es immer mehr Anmeldungen als Plätze. Doch im Februar 2018 gibt es für die Schule eine ganz neue Situation.

Olfen

30.11.2017, 15:27 Uhr / Lesedauer: 3 min
Wenn für die neue Gesamtschule Olfen mit dem Teilstandort Datteln genügend Kinder angemeldet werden, will die Stadt Datteln rund 7 Millionen Euro in den Standort Hachhausen investieren. Die Hauptschule, die hier untergebracht ist, soll dann in den nächsten Jahren sukzessive auslaufen.

Wenn für die neue Gesamtschule Olfen mit dem Teilstandort Datteln genügend Kinder angemeldet werden, will die Stadt Datteln rund 7 Millionen Euro in den Standort Hachhausen investieren. Die Hauptschule, die hier untergebracht ist, soll dann in den nächsten Jahren sukzessive auslaufen. © andreas_kalthoff@t-online.de

Zum neuen Schuljahr 2018/2019 soll die Olfener Gesamtschule einen Nebenstandort in Datteln bekommen. Damit verbunden sind zahlreiche organisatorische und bauliche Änderungen. Worauf sich Kinder und Eltern einstellen müssen, was die Städte planen und welche Fragen noch zu klären sind, dazu Fragen und Antworten.

Was passiert in Olfen, wenn die Wolfhelmgesamtschule einen Nebenstandort in Datteln bekommt?


Mit dem Nebenstandort Datteln gibt es in Olfen nur noch drei Eingangsklassen. Bislang sind es vier. Auch in Datteln soll es drei Eingangsklassen geben, sodass die Schule von bislang vier auf sechs Züge erweitert würde. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich insgesamt genügend Eltern und Kinder für diese Gesamtschule entscheiden.

Wie will die Stadtverwaltung die Kinder und Eltern in Olfen und den Nachbargemeinden wie Lüdinghausen oder Selm ermutigen, sich an der „neuen Wolfhelmschule“ anzumelden?


„Jetzt geht es darum, Begeisterung bei Eltern und Kinder zu wecken“, sagte Bürgermeister Wilhelm Sendermann am Dienstagabend im Schulausschuss. Deshalb ist die Stadtverwaltung auch beim Tag der offenen Tür am Samstag, 2. Dezember, vertreten, um Fragen zu beantworten. Damit reagiert die Verwaltung auch auf den gut besuchten Infoabend, an dem es nach Aussage des Bürgermeisters „viele Nachfragen“ zum geplanten Nebenstandort gegeben hat.
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Was machen die beiden Städte, um Eltern die Anmeldung so leicht wie eben möglich zu machen?

Die Verwaltungen haben die Anmeldetage auf ein Wochenende gelegt – und zwar in Olfen und Datteln am Samstag, 3. Februar sowie am Sonntag, 4. Februar. Dazu kommt ein weiterer Tag in Olfen.


Wie finden die Nachbargemeinden den Schritt?


Die Städte Selm und Lüdinghausen haben nach Aussage der Stadt Olfen keine Bedenken. Die Stadt Recklinghausen hat hingegen eine negative Stellungnahme abgegeben. Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte eine Pressesprecherin, dass „die Stadt Recklinghausen negative Auswirkungen auf die eigene Gesamtschule in Suderwich befürchtet“. Datteln liege im Einzugsbereich der eigenen Schule.


Hat die Stadt Datteln überhaupt ein Gebäude für die Gesamtschule?


Der Teilstandort soll in den Gebäuden der Hauptschule Hachhaus eingerichtet werden. Hier will die Stadt Datteln rund 7 Millionen Euro investieren – allerdings nur, wenn es genügend Anmeldungen für einen Nebenstandort gibt. Bis zum Schulstart im Sommer bliebe nach Auswertung der Anmeldezahlen allerdings nur recht wenig Zeit.

Wie beurteilen die Olfener Politiker die Dattelner Pläne?


Der Olfener Schulausschuss hat sich am Dienstag mit einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung beschäftigt. Darin ist festgelegt, dass die beiden Städte komplett für ihre Gebäude verantwortlich sind. Den Olfener Politikern ist dabei ganz wichtig, dass die Ausstattung in Datteln auf dem gleichen Niveau wie in Olfen sein muss. Ein Zweiklassen-Modell dürfe es, so die Politiker, auf gar keinen Fall geben.


Wie lange läuft der Vertrag zwischen den beiden Städten?


„Er ist bewusst auf unbestimmte Zeit angelegt“, sagt Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Damit wollen die beiden Städte deutlich machen, dass sie von einer langen gemeinsamen Zukunft ausgehen. Schulträger der Gesamtschule mit den Standorten Olfen und Datteln ist jedoch ausschließlich die Stadt Olfen. Die Stadt Datteln beteiligt sich jedoch an den den Kosten für die Verwaltung der Gesamtschule.

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