Maxim (2) leidet an Blutkrebs: Der kleine Baggerliebhaber ist dringend auf einen Stammzellspender angewiesen. © privat
Sorge in Olfen

Olfenerin startet Aktion, um Stammzellspender für Enkel zu finden

Der zweijährige Maxim ist an Blutkrebs erkrankt. Seine Oma Kordula Wenning aus Olfen hat die Aktion „Wirbelwind Maxim soll leben!“ gestartet, um einen Stammzellspender zu finden.

Der kleine Maxim (zwei Jahre) aus Düsseldorf liebt Bagger und Autos über alles. Ein normaler Alltag ist für ihn derzeit nicht möglich, denn Maxim ist schwer krank: Er leidet unter Blutkrebs. Seine Oma, Kordula Wenning aus Olfen, versucht daher mit einer Flugblattaktion zusammen mit der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei), auf sein Schicksal aufmerksam zu machen. Das Ziel: möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, sich als Stammzellspender und potenzielle Lebensretter registrieren zu lassen.

Ein „Wirbelwind“ hat Blutkrebs

Maxim wird von seiner Oma als Wirbelwind beschrieben. Zudem ist er verrückt nach Bob dem Baumeister und würde am liebsten mit einem Auto in der Hand einschlafen. Besonders Bagger haben es ihm angetan: Staunend steht er vor Baustellen und bewundert die Einsatzfahrzeuge dort. Je größer der Bagger, desto begeisterter ist Maxim. Da er jetzt ständig im Krankenhaus ist, kann er leider keine Baustellen bestaunen.

Die Familie hofft, dass Maxim bald wieder gesund wird.
Die Familie hofft, dass Maxim bald wieder gesund wird. © privat © privat

„Dafür was er durchmacht, ist er sehr tapfer“, sagt Kordula Wenning über ihren Enkel. „Mal hat er gute Tage, mal schlechte Tage. An manchen Tagen isst er beispielsweise gerne, an anderen ist man froh, wenn er nur ein bisschen isst.“ Sie selber kann ihn im Moment nicht besuchen. „Es ist im Moment ganz wichtig, dass er keinen Infekt und erst recht kein Corona bekommt.“

Zusammen mit seiner Schwester Yolanda (4) verbringt er außerdem viel Zeit auf dem Spielplatz. Er rutscht, schaukelt und buddelt unheimlich gerne im Sand – schließlich hat er ja eine Vorliebe für Bagger. Sehr gerne gehen seine Mama Gina und Papa Markus mit ihm in den Zoo. Momentan ist all das nicht möglich. „Auf Yolanda passe ich im Moment oft auf“, beschreibt Kordula Wenning. „Sie vermisst ihn. Die beiden haben ein inniges Verhältnis zueinander.“

Stammzellspender wird gesucht

Maxim kann nur überleben, wenn es irgendwo auf der Welt einen Menschen mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. „Mit dieser Online-Aktion können wir Maxim beistehen. Wir selbst können etwas Sinnvolles für ihn und andere tun. Die Diagnose Blutkrebs kann jeden treffen“, sagt Kordula Wenning. „Ich möchte meinen kleinen Enkel aufwachsen sehen. Deshalb bitte ich, auch im Namen meiner Familie und Freunde – lasst euch registrieren. Damit schenkt ihr Maxim Hoffnung auf das Größte, überhaupt – einfach nur leben!“

Die Voraussetzungen, sich registrieren zu lassen, sind nicht hoch: Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann online die Registrierungsunterlagen nach Hause bestellen. Sobald man das Set erhalten hat, kann man mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen und einer genauen Anleitung selbst einen Abstrich an der Wangenschleimhaut vornehmen. Wenn die Gewebemerkmale im Labor bestimmt wurden, stehen Spenderinnen und Spender für den weltweiten Suchlauf zur Verfügung.

Maxim ist eigentlich ein fröhliches Kind.
Maxim ist eigentlich ein fröhliches Kind. © privat © privat

400 Menschen haben sich bisher aufgrund des Aufrufs als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Jeder, der sich registrieren lässt, wird zudem in einer zentralen Datenbank aufgenommen. So können in Zukunft möglicherweise andere Erkrankte davon profitieren. „Auch mein Arbeitgeber trägt eifrig dazu bei“, freut sich Kordula Wenning. Ihr Vorgesetzter bei der Deutschen Post in Lünen hat in die Wege geleitet, dass 7000 Flyer verteilt werden und hat einen bundesweiten Aufruf gestartet. „Und er hält mir beruflich den Rücken frei.“

Die Familie gibt nicht auf

Bisher wurde noch kein Spender gefunden. Die Familie gibt aber nicht auf. „Ich bin mir ganz sicher: Er schafft das“, ist seine Oma überzeugt. „Es wird einen Spender geben.“ Er muss nur noch gefunden werden.

Alle Informationen zur Aktion und die Möglichkeit, dass Registrierungsset zu bestellen, gibt es unter www.dkms.de/wirbelwind

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Seit über zehn Jahren als freier Journalist tätig und seit einigen Jahren auch für die Ruhr Nachrichten. Ich schreibe gerne über Menschen und ihre Geschichten.
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Tobias Weskamp

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