Das Heimathaus soll barrierefrei umgebaut werden. © Arndt Brede
Heimathaus

Politik bringt Verbesserungen für Besucher des Heimathauses Olfen auf den Weg

Das Heimathaus im Olfener St.-Vitus-Park ist ein beliebter Treffpunkt. Aber nicht jeder ist einfach mal so in der Lage, das Gebäude zu betreten. Das soll sich ändern.

Der Bau- und Umweltausschuss hat in seiner Dezembersitzung erhebliche Verbesserungen für Besucher des Heimathauses Olfen auf den Weg gebracht. Das kostet zwar 150.000 Euro. Aber es deuten sich Hilfen bei der Finanzierung an.

Worum geht es? Das Heimathaus soll barrierefrei umgestaltet werden. So schlägt es die Verwaltung vor. Wie das geschehen soll und wo das Geld dafür kommt, darüber hat der Rat der Stadt Olfen in seiner Sitzung am 15. Dezember zu entscheiden. Am 1. Dezember, in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses haben die Politiker schon mal die Weichen gestellt. Zunächst aber hat Bürgermeister Wilhelm Sendermann dem Ausschuss vorgestellt, was geschehen soll. „Wer das Heimathaus kennt, weiß von einem sehr schönem Gebäude, einem ehemaligen Stall des alten Krankenhauses, der in toller Arbeit umgebaut und hergerichtet wurde.“ Das liege schon einige Jahre zurück und auch die Mitglieder des Heimathauses gehören mittlerweile zur älteren Generation. Insofern müsse die Frage gestellt werden, ob das Heimathaus überhaupt noch geeignet sei, so der Bürgermeister.

Hürden für Besucher

„Für Menschen mit körperlichen Einschränkungen bringt das Gebäude derzeit einige Hindernisse mit sich. Vor allem die Eingangssituation sowie die Hürden der Treppenstufen in das Obergeschoss stellen Probleme dar.“ So heißt es in der Verwaltungsvorlage für die Politik. Konsequenz: Es steht ein Umbau des Heimathauses an: So soll das Gebäude einen Außenaufzug erhalten und die Toilettenanlage soll behindertengerecht ausgebaut werden (höhenverstellbare Möbel, Lichtrufanlage, Notschalter, Halte- und Stützgriffe etc.).

Des Weiteren ist das Thema Klimatisierung im Bereich des Saals eine weitere Maßnahme, die angegangen werden soll. Vor allem zur warmen Jahreszeit kann der Saal aufgrund der dort stehenden Hitze nur begrenzt genutzt werden. Diese Situation sei vor allem für die ältere Generation belastend, sodass dann diese von Veranstaltungen fernbleiben oder sogar Trauungen nicht besuchen können, teilt die Verwaltung mit. Mit der Installation eines sogenannten Split-Klimagerätes als Deckenunterbaugerät soll die Aufenthaltsqualität verbessert werden.

Diese Maßnahmen werden laut Wilhelm Sendermann voraussichtlich 150.000 Euro kosten. Für das Vorhaben sei ein Förderantrag im Dorferneuerungsprogramm 2021 eingereicht. Die Verwaltung habe einen Fördersatz in Höhe von 65 Prozent beantragt.

Beteiligung des Heimatvereins angestrebt

Den Rest von 35 Prozent solle die Stadt nicht allein tragen. „Eine Kostenbeteiligung des Heimatvereins ist vertraglich zu regeln“, sagt der Bürgermeister.

Ehe es zum Beschluss kam, äußerte sich der Bürgermeister zu einem Einwand aus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Ralf Wozniak hatte erklärt, seine Fraktion habe grundsätzlich andere Ansätze, was Klimatisierung betreffe. Er fragte, ob die Verwaltung Alternativen zum energieintensiven Klimagerät geprüft habe. „Es ist zunächst mal auch eine Sonnenschutzvorrichtung vorgesehen“, sagt Sendermann. Aber in der heißen Jahreszeit seien etwa Trauungen, was die Temperaturen im Heimathaus betreffe, unerträglich. Alternativen seien nicht zu erkennen.

Letztendlich beschloss der Ausschuss einstimmig, die Verwaltung mit der Realisierung der Maßnahmen unter der Voraussetzung einer Förderung und einer Kostenbeteiligung des Heimatvereins zu beauftragen.

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