Taschendiebe gehen schnell und gerissen vor. © picture alliance / dpa
Kriminalität

Polizei warnt vor Taschendieben – auch in Olfen und Nordkirchen

Die Polizei gibt eine Warnung heraus: Zurzeit sind viele Taschendiebe unterwegs. Davon betroffen sein können auch Olfen und Nordkirchen - denn der Kurs der Bande wechselt ständig.

Die Anzahl an Diebstählen bei Einkäufen oder vor den Geschäften nimmt zu. Betroffen ist laut der Polizei Coesfeld das ganze Kreisgebiet – und somit können auch Olfen und Nordkirchen in den Fokus der Täter gelangen.

Situation ist bisher noch nicht eingetreten

Bisher sei die Situation noch nicht eingetreten, weiß Polizei-Pressesprecherin Britta Venker. „Von September bis Mitte November gab es in Olfen nur drei Fälle.“ Es sei dennoch augenscheinlich, dass im Vergleich zum Vorjahr die Zahlen der Taschendiebstähle extrem angestiegen seien. „Es gibt auch Gegenden mit über 30 Fällen“, so Venker. „Und es kann sich täglich ändern, welche Region nun davon betroffen ist.“

Zudem gehe man davon aus, dass es sich nicht um Einzeltäter handele, sondern um eine organisierte Bande. „Wir stellen fest, dass die Taten von überregionalen und überörtlich strukturierten Tätergruppen verübt werden. Es ergibt sich da ein klares Muster.“

Die Täter schlugen zeitversetzt an mehreren Orten zu

Die Täter schlugen an einem Tag zeitversetzt an mehreren Orten zu – gleich viermal. Das gebe Aufschluss darüber, dass sie sich strategisch fortbewegen – vermutlich über die entsprechend angebundenen Autobahnen der Region.

Was tun, wenn man selbst von einem Diebstahl betroffen ist? „Wir bitten darum, dass die Leute sich bei uns melden und Anzeige erstatten“, sagt Venker. „Es ist uns wichtig, die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren. Nur wenn die Betroffenen Anzeige erstatten, können wir als Polizei aktiv werden.“

Die Warnhinweise der Polizei befolgen

Um den Tätern nicht erst die Chance zu geben, aktiv zu werden, hat die Polizei Warnhinweise herausgegeben. Die Polizei bittet darum, die folgenden Hinweise zu befolgen:

  • Wertgegenstände eng am Körper tragen.
  • Jacken-, Hand- und Einkaufstaschen verschließen.
  • Keine Taschen im Einkaufswagen ablegen.
  • Wachsam sein, wenn man um Hilfe gebeten wird – das sei eine beliebte Masche der Diebe.
  • Vorsicht an Geldautomaten – immer das Tastenfeld bei der PIN-Eingabe abdecken.
  • Die Polizei verständigen, wenn man auf verdächtige Personen aufmerksam wird.

Aufgrund der Vielzahl der Fälle hat das Kommissariat Polizeilicher Opferschutz zudem am Mittwoch (2.12.) im Zeitraum von 10-12 Uhr, unter der Rufnummer 02541/14-444, ein Infotelefon geschaltet. Hier können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen rund um den Taschendiebstahl und ihren Schutz vor einem solchen Delikt stellen.

Britta Venker appelliert an die Menschen, Vorfälle oder seltsame Vorkommnisse zu melden: „Scheuen Sie sich nicht, die Polizei anzurufen, denn nur so können wir an die Täter herankommen.“

Über die Autorin
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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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