Polizisten aus Münster sind zurzeit auf Fahrradstreife in Olfen und Nordkirchen unterwegs

Unfallprävention

Die Polizei Coesfeld bekommt zurzeit Unterstützung von der Bereitschaftspolizei Münster. Warum das dringend nötig ist und worauf besonders Pedelec-Fahrer achten müssen, klären wir hier.

Olfen, Nordkirchen

von Thorsten Faust

, 30.07.2019, 11:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizisten aus Münster sind zurzeit auf Fahrradstreife in Olfen und Nordkirchen unterwegs

Im März 2015 wurde eine Frau bei einem Fahrradunfall auf der Mühlenstraße in Nordkirchen schwer verletzt. © Tobias Heitkamp (Archiv)

Fahrradfahrer haben im Straßenverkehr oft das Nachsehen. Darauf macht die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Coesfeld aktuell aufmerksam. Radfahrer werden von Autofahrern häufig übersehen. Insgesamt seien 2018 in rund 300 Verkehrsunfälle im Kreis Coesfeld Fahrrad- und Pedelecfahrer verwickelt gewesen, wie die Polizei mitteilt. Diese Unfälle kosteten zwei Menschen das Leben, weitere 69 wurden schwer verletzt.

Deshalb sind aktuell Polizisten aus Münster in Zweierteams im Kreis Coesfeld auf Rädern unterwegs. Einen besonderen Blick richten die Polizisten hierbei auf die Fahrradfahrer.

Mit dem Rad auf der Jagd nach Verkehrssündern

Wer beim Radfahren mit dem Handy am Ohr erwischt wird muss beispielsweise 55 Euro Bußgeld zahlen. Das Fahren als „Geisterradler“ in falscher Richtung auf einem Radweg kostet 20 Euro.

Auch in Olfen und Nordkirchen soll es Fahrradstreifen der Polizei Münster geben. Denn 2018 wurden 22 Unfälle in Olfen und 11 in Nordkirchen mit Fahrradfahren gemeldet. Ein Jahr zuvor waren es in Olfen 10 und in Nordkirchen 12.

Besonders die Geschwindigkeit von Pedelecs, werde oft unterschätzt. Nicht nur Autofahrer unterschätzen die Geschwindigkeit der E-Bikes. Auch die Pedelec-Fahrer selbst schätzen die Motorleistung ihrer E-Bikes falsch ein, so die Kreispolizeibehörde Coesfeld.

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