Prinz testet den Bürgermeister-Sessel

OLFEN Die Herrschaft über die Steverstadt übernimmt Prinz Christian zwar erst am Karnevalssonntag, doch am Freitag testete er schon einmal im Rathaus den Sessel des Bürgermeisters.

von Von Theo Wolters

, 06.01.2008, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beigeordneter Willi Sendermann und das Dreigestirn.

Beigeordneter Willi Sendermann und das Dreigestirn.

„Der Stuhl ist schon recht bequem“, gewöhnte sich Prinz Christian schnell an den Sitz von Josef Himmelmann. Den traditionellen Besuch statteten Prinz Christian, sein Johann Andreas „Biff“ und Funkenmariechen Nadine begleitet vom Vorstand, Zeremonienmeister Hubertus Kortenbusch und drei Gardisten Josef Himmelmann und Willi Sendermann am Freitag ab. Und die Stimmung war wie immer gut.

Bier diesmal kalt genug

Wieder wurde über das Bier gelästert, war es doch in den letzten Jahren oft zu warm gewesen. Doch am Freitag war wohl alles nach den Wünschen der Karnevalisten. „Willi, du fühlst dich in Olfen wohl immer wohler, das Bier wird ja immer kälter“, lobte Reinhard Nau den Beigeordneten. Doch es war auch eine wichtige Entscheidung zu treffen, bevor die intensiven Gespräche begannen. Denn in allen öffentlichen Gebäuden herrscht das Rauchverbot, so auch im Sitzungssaal. Doch Bürgermeister Josef Himmelmann hatte eine Möglichkeit gefunden, damit sich einige Jecken ihre geliebten Klimm-stengel anzünden konnten. „Das Gesetz sieht Ausnahmen vor, wir müssen nur entscheiden, auf welche wir uns beziehen.“ Der Grund war schnell entschieden, es handelt sich ja um eine Brauchtumveranstaltung.

100 Meter in 16sec

Besucht die KG Kitt das Rathaus, ist es für Bürgermeister Josef Himmelmann immer eine beliebte Gelegenheit, einige Karnevalisten besonders aufs Korn zu nehmen. Diesmal war Prinzenbegleiter und Dorfsheriff Wolle Sievering an der Reihe. Thema war der Erlass des Innenministers, nach dem Polizeibeamte mehr Sport treiben sollen und auch die Bedingungen des Sportabzeichens nachweisen müssen. „Unser Wolle muss die 100 Meter in 16 Sekunden schaffen. Dabei wollen wir ihn tatkräftig unterstützen.“ Er habe schon mit dem SuS-Vorsitzenden Bernhard Bußmann gesprochen, wie Wolle die Bedingungen erfüllen könne. „Wir stellen den Sportplatz zur Verfügung, Christa Kötter wäre auch bereit, ihn im Lehrschwimmbecken zu unterstützen.“

Dorfsheriff hat alle Sympathien

Denn auch den Rettungsschwimmernachweis müsse Wolle erbringen. „Du hast alle unsere Sympathien“, so der Bürgermeister. Prinz Christian deutete bereits an, was er sich für seine Amtszeit vorgenommen hat. So schlägt er vor, zwei besondere Badetage im geplanten Naturbad einzurichten. „An diesen Tagen sollte das Becken den Anglern zur Verfügung stehen.“ Johann Andreas denkt an Karpfen, die dann im Naturbad ausgelassen werden. Und Prinz Christian kann sich seinen Johann auch gut auf dem Bademeisterstuhl vorstellen. Damit die Nachwelt auch weiß, dass das Dreigestirn im Rathaus zu Gast war, trugen sich Prinz, Johann und Funkenmariechen, sowie die Begleiter ins goldene Buch der Stadt ein. Und eins ist schon jetzt sicher. Am Karnevalssonntag werden die Jecken vorbeischauen und den Schlüssel der Stadt vom Bürgermeister fordern.

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