Falsches Corona-Ergebnis: Quarantäne am Gymnasium in Lüdinghausen aufgehoben

Coronavirus

Die Quarantäne-Zeit für mehrere Schulklassen in Lüdinghausen ist frühzeitig vorbei. Der Coronatest bei einer Lehrerin am St. Antonius Gymnasium zeigte ein falsches Ergebnis.

Olfen, Nordkirchen

, 30.09.2020, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Corona-Verdacht am Gymnasium St. Antonius Lüdinghausen hat sich nicht bestätigt.

Der Corona-Verdacht am Gymnasium St. Antonius Lüdinghausen hat sich nicht bestätigt. © Malte Woesmann

Die Person am St. Antonius-Gymnasium in Lüdinghausen, die in der vergangenen Woche zunächst positiv auf das Coronavirus getestet wurde, ist doch nicht an Covid-19 erkrankt, teilt der Kreis Coesfeld mit. Daher können die Quarantäneverfügungen ab sofort aufgehoben werden. Hiervon betroffen sind die vier Klassen, zwei Kurse sowie die jeweiligen Lehrer der Schule, für die eine Quarantäne-Verfügung ausgesprochen wurde.

Hierzu erläutert das Gesundheitsamt des Kreises Coesfeld: „Aufgrund unserer Ermittlungen und ärztlichen Einschätzung erfolgten in den letzten Tagen Kontrollabstriche, die nun beide ein negatives Ergebnis zeigten. Daher können wir davon ausgehen, dass das erste positive Abstrichergebnis ein falsch-positives Ergebnis war. Daher haben wir uns entschieden, der Stadt Lüdinghausen zu empfehlen, die Quarantäneverfügungen aufzuheben.“

Keine 100prozentigen Testverfahren

Die Beschäftigten des Lüdinghauser Ordnungsamts werden die schriftliche Aufhebung der Quarantäneverfügungen sobald wie möglich per Post an die Familien schicken, teilt der Kreis zudem mit. Das ist rechtlich so vorgeschrieben.

Die Experten im Gesundheitsamt erklären weiter: „In der Medizin gibt es keine 100-prozentigen Testverfahren und daher ergeben sich zu einem kleinen Prozentsatz auch falsch-positive Ergebnisse. Da es sich aber um die aktuell besten Teste zum Nachweis von Viren handelt, wird weltweit mit diesen Testen gearbeitet.“

Anders herum gibt es aber auch positive Tests, bei Menschen, die bereits eine Infektion überstanden haben. Das hängt neben der Möglichkeiten für Fehler auch damit zusammen, dass es noch positive Abstrichergebnisse gibt, obwohl die Person nicht mehr ansteckend gibt, wie Amtsärztin Celine Klostermann unserer Redaktion gesagt hatte. Auch in diesem Fall gibt es eine Risikoabwägung.

Im Fall am Anton wurde Basis eines positiven Abstrichergebnisses auf Corona bei der Lehrerin die Quarantäne für die Schülerinnen und Schüler ausgesprochen. „Hierbei handelt es sich um eine Maßnahme, um die Weiterverbreitung des Sars-CoV-2 zu verhindern, wie es das Robert-Koch-Institut auf Basis des Infektionsschutzgesetzes vorgibt. Rasches Handeln ist absolut notwendig“, schreibt der Kreis dazu.

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