Repräsentativer Giebelbau ist klarer Favorit beim Anbau am Olfener Rathaus

mlzNeues Rathaus

Noch hat die Politik nicht entschieden, doch bei der nicht repräsentativen Abstimmung dieser Redaktion über den geplanten Anbau am Rathaus gibt es einen klaren Favoriten.

Olfen

, 31.01.2020, 12:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Münsteraner Büro DBCO hat geraden den 1. Preis gewonnen für ein neues Wohn- und Dienstleistungsquartier in Rheda-Wiedenbrück. Die Jury lobte den souveränen Städtebau und hat eine eindeutige Realisierungsempfehlung für die „Kramer-Höfe“ von DBCO ausgesprochen.

Auch in Olfen kommt das Büro mit einem Vorschlag ausgesprochen gut an. Bei einer nicht repräsentativen Abstimmung dieser Redaktion kommt DBCO aktuell auf 54 Prozent der 240 abgebenen Stimmen. Die anderen Büro folgen mit deutlichem Abstand.

Den zweiten Platz belegt aktuell das Büro Feja + Kemper aus Recklinghausen mit 28 Prozent der Stimmen. Die Planer setzen auf einen Giebelbau mit zentralem Eingang zum Marktplatz. Darüber: das Büro des Bürgermeisters mit großem Balkon zum Markt, den alle Planungsbüros auf Wunsch der Stadt realisiert haben. Unterm Dach befinden sich Ausschuss- und Trauzimmer, auf dem Dach eine Terrasse für Mitarbeiter.

Nur sechs Prozent können für keinen der drei Vorschläge stimmen

„Behet bondzio lin architekten“ aus Münster haben eine Flachdachlösung gewählt. Zum Marktplatz dreht sich ein viergeschossiger Turm oberhalb des großzügigen, gläsernen Eingangsbereichs. Daneben: ein geräumiger Dachgarten. Für diesen Vorschlag haben bislang 12 Pozent gestimmt. Für keinen der drei Vorschläge können sich bislang 6 Prozent erwärmen.

Bei der Diskussion in sozialen Netzwerken wird vor allem ein Punkt deutlich: Viele Olfener sind offensichtlich der Meinung, dass hier mitten in der Stadt etwas passieren muss. „Seit Hagen nicht mehr den Laden und die Wohnung hat, ist es nur noch usselig. Da muss ja was verbessert werden an der Optik“, heißt es beispielsweise in einem Facebook-Kommentar.

Wenig Beifall für das aktuelle Rathaus

In einem anderen Kommentar heißt es: „Ich finde das Rathaus an sich auch nicht besonders schön, jetzt nicht unbedingt hässlich, aber schön nun auch nicht. Irgendwie repräsentiert ein Rathaus ja auch die Stadt.“

Allerdings entscheiden am Ende nur einige wenige gewählte Bürger über den Rathaus-Neubau. Ein direktes Bürger-Votum über das neue Rathaus ist - wie allgemein üblich - nicht vorgesehen.

Rat entscheidet über den Entwurf

Allerdings auch keine öffentliche Diskussion: weder in der entscheidenden Ratssitzung am 11. Februar, 18 Uhr, im Leohaus an der Bilholtstraße 37, noch in der vorangehenden Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Dienstag, 28. Januar, 18 Uhr, im Bürgerhaus.

Damit steht aber noch lange nicht fest, wann die Schlüsselübergabe zum ersten Mal auf dem großen Rathausbalkon stattfinden wird. Siegerentwürfe werden in der Regel nicht 1:1 umgesetzt. Vielmehr beginnt nach dem Ende des Wettbewerbsverfahrens die Detailplanung.

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