Rettung in letzter Sekunde

DRK-Einsatz

OLFEN Seit dem 1. Juli ist ein Rettungswagen auf dem DRK-Gelände am Haus Rena in Olfen stationiert. Dieser Tatsache verdankt eine Frau aus dem Wohnpark Eversum ihr Leben.

von Matthias Münch

, 02.10.2009, 17:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit diesem Fahrzeug waren Thomas Rüller und Dominik Fischer am 26. September in Windesweile im Wohnpark Eversum und retteten dort einer Frau das Leben.

Mit diesem Fahrzeug waren Thomas Rüller und Dominik Fischer am 26. September in Windesweile im Wohnpark Eversum und retteten dort einer Frau das Leben.

Das tat Peter Ebbinghaus. Da war seine Frau schon blau angelaufen und atmete kaum noch. Es war ein schwerer Herzinfarkt. Der Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes war innerhalb kürzester Zeit im Wohnpark Eversum, besetzt mit den Rettungssanitätern Dominik Fischer und Thomas Rüller. „Die beiden haben meiner Frau das Leben gerettet“, sagt Peter Ebbinghaus dankbar. Hätte der Wagen – wie früher – erst aus Datteln oder gar aus Lüdinghausen kommen müssen, wäre seine Frau gestorben. Da ist sich der Ehemann sicher. Am Samstag traf der Notarzt aus Lüdinghausen eine kleine Ewigkeit nach dem Rettungswagen im Gut Eversum ein. Da hatten die DRK-Sanitäter die Frau längst reanimiert.

Peter Ebbinghaus fürchtet, dass der RTW nur so schnell vor Ort war, weil sich der Herzinfarkt am helllichten Tag ereignete. Denn nur tagsüber ist der RTW in Olfen besetzt. „Was ist, wenn so etwas in der Nacht passiert?“, fragt der Mann. Da kann ihn Bürgermeister Josef Himmelmann beruhigen: „Nachts und zu allen Zeiten, an denen der Rettungswagen nicht besetzt ist, stehen die First Responder der Feuerwehr zur Verfügung. Sie sind ebenfalls über die Nummer 112 erreichbar, sind hervorragend ausgebildet und schnell vor Ort.“ Peter Ebbinghaus Frau, die ins Krankenhaus Lünen gebracht wurde, ist mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Sie konnte bereits von der Intensiv- auf die Normalstation verlegt werden.

Dieser so glücklich ausgegangene Fall dürfte auch für die Politik ein wichtiges Argument sein, die Stationierung des RTW in Olfen langfristig festzuschreiben. Denn bisher handelt es sich nur um einen einjährigen Versuch. Geht es nach dem Wunsch der Olfener, wird die Regelung in den Rettungsbedarfsplan des Kreises Coesfeld aufgenommen– möglichst rund um die Uhr. Darum werde sich die Stadtverwaltung beim Kreis bemühen, versichert der Bürgermeister.

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