Im größten Raum in der Scheune an der Füchtelner Mühle soll ein „Haus im Haus“ entstehen. Darin bekommt die Tourismusinformation ihre Zentrale. Die Backsteinwand am hinteren Ende soll erhalten bleiben, um den Scheunen-Charakter auch im neuen Gebäude zu erhalten. © Jessica Hauck
Neue Tourismuszentrale

Scheune an der Füchtelner Mühle wird Naturpark-Haus: Bauarbeiten starten

Zwei Millionen Euro investiert die Stadt Olfen in den Umbau der Scheune an der Füchtelner Mühle. Jetzt starten die Bauarbeiten, um aus dem Gebäude eine Zentrale für Touristen und Olfener zu machen.

Zuerst müssen Sträucher und Unkraut weichen: An der Scheune an der Füchtelner Mühle heulte am Montag (13. Juli) eine Kettensäge auf. Die ersten Arbeiten für den Umbau des bislang nur als Lagerraum genutzten Gebäudes haben begonnen. In gut einem Jahr soll die Scheune zumindest von Innen kaum wiederzuerkennen sein.

Bislang ist die Scheune wenig einladend: der Betonboden ist uneben, das Dach mit den bloßen Pfannen ungedämmt. Durch die Scheunentore, Ritzen und Lücken im Gebäude kommen Dreck und Tiere herein. Der Scheunen-Charakter soll beim Umbau bleiben, ansonsten zieht etwas Modernes ein, verspricht Melanie Elett, bei der Stadt Olfen zuständig für Hochbau und Gebäudemanagement.

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Naturparkhaus Füchtelner Mühle

Im hinteren Teil des Gebäudes werden dann E-Bikes einziehen. Die können Touristen bislang in der Stadt ausleihen. „Von hier kann man dann direkt die schönen Radwege anfahren“, sagt Elett. Auch eine Toilettenanlage wird komplett neu eingebaut. Sie ist auch für alle da, die mit dem Floß Antonia eine Tour auf der Stever gebucht haben.

Floßanleger wird verlegt

Der Floßanleger wird 500 Meter Stever abwärts an die Füchtelner Mühle verlegt. Von der Scheune aus, wo man die Touren künftig buchen kann, geht es dann zu Fuß durch einen kleinen Park bis runter an die Stever.

Doch zurück zum größten Raum in der alten Scheune. Darin soll ein „Haus im Haus“ entstehen. Das Sprengwerk, die Dachkonstruktion mit Balken soll dabei erhalten bleiben. Auch eine alte Backsteinwand soll in die künftige Tourismusinformationszentrale integriert werden, so Elett.

So verändert sich die Scheune an der Füchtelner Mühle. Künftig gibt es dort ein “Haus im Haus”. Zudem werden Toiletten eingebaut. Auch die Ausleihe der E-Bikes erfolgt demnächst hier. © farwick+grote Architekten BDA Stadtplaner © farwick+grote Architekten BDA Stadtplaner

Unter dem neu gedämmten Dach wird dann das Haus mit der Tourismusinformation zu finden sein. Dort gibt es dann alle Informationen rund um die Natur in Olfen, die Hohe Mark, den Fahrradverleih, das Floß und die Stever. Leer ist der große Raum in der Scheune schon. Hier waren zuletzt unter anderem die Buden für den Adventsmarkt untergestellt.

Ein Haus im Haus soll für die Tourismusinformation entstehen.
Ein Haus im Haus soll für die Tourismusinformation entstehen. © farwick+grote Architekten BDA St © farwick+grote Architekten BDA St

Aquarium zeigt das Leben in der Stever

Auch eine Garderobe, ein Technikraum und ein Aquarium sollen eingebaut werden. Das zwei Meter mal zwei Meter große Aquarium soll im vorderen Teil der Scheune eingebaut werden, erklärt Elett. Darin sollen Fische aus der Stever einziehen, die so das Leben in dem Fluss zeigen, erklärt die Architektin. Im Winter, so der Plan, würden die Fische dann wieder zurück in den Fluss gesetzt. Ein Veranstaltungsraum rundet das Konzept für die alte Scheune ab. Dort könnten auch mal Filme abgespielt werden, so Elett.

Auch draußen soll sich das Gelände verändern. Hinter der Scheune will die Stadt einen Parkplatz schaffen. Es gebe zudem Überlegungen, einen kleinen Spielplatz anzulegen, sagt Elett.

Bauarbeiten sollen Ende 2021 abgeschlossen sein

Ab dem 20. Juli sollen die Bauarbeiten richtig starten. Die Beseitigung der Sträucher dient dazu, ein Gerüst an der Scheune aufzubauen. Touristen und Olfener könnten das Naturpark-Haus dann erstmals 2022 nutzen. Denn das neue Tourismuszentrum soll Ende 2021 fertig werden. Von April bis November soll es an der Füchtelner Mühle geöffnet sein. Zwei Millionen Euro will die Stadt investieren. 80 Prozent, also 1,6 Millionen, kommen dabei aber aus Fördergeldern.

Über die Autorin
Redaktion Selm
Seit rund zehn Jahren im Lokaljournalismus zu Hause – erst am Niederrhein, dann im Ruhrgebiet und Münsterland. Beschäftigt sich am liebsten mit menschlichen und lokalpolitischen Geschichten.
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