SPD in Olfen stellt keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten auf

mlzKommunalwahlen 2020

Bis zum 27. Juli mussten die Wahlvorschläge vorliegen. Die SPD hat die Frist verstreichen lassen, ohne einen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen. Aus gutem Grund, wie Martina Naujoks sagt.

Olfen

, 29.07.2020, 16:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein eigenes politisches Profil zu haben und auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten oder eine -kandidatin zu verzichten: Das ist laut SPD Olfen kein Widerspruch, im Gegenteil. „Wir möchten ehrlich und authentisch sein als Partei“, sagt Martina Naujoks, die SPD-Fraktionsvorsitzende. Dazu gehöre es auch, keinen Kandidaten ins Rennen zu schicken, „wenn man nicht davon überzeugt ist, es wirklich besser machen zu können als der Amtsinhaber und für Olfen bessere Ergebnisse zu erzielen“.

Naujoks: Fundamentalopposition bringt nichts

Naujoks sagt „man“. Sie kann aber auch „ich“ sagen. Denn sie selbst war es, die als Bewerberin in Frage gekommen wäre: gebürtige Dortmunderin, 60 Jahre alt, Beamtin in Selm für soziale Dienste. „Ich bin keine Verwaltungsexpertin“, sagt sie. Und: Amtsinhaber Wilhelm Sendermann mache seine Sache gut, unabhängig vom Parteibuch. Das habe auch für seinen Vorgänger Himmelmann gegolten.

Dass die SPD weder zur letzten Kommunalwahl noch zu der am 13. September einen eigenen Kandidaten fürs Spitzenamt aufgestellt hat, habe - anders als in den RN zu lesen war- nichts mit Angst vor einer erneuten Blamage zu tun, nachdem zuvor stets der CDU-Mann weit vorne lag, sagt sie. „Wir wollen die Entwicklung Olfens mit voranbringen.“ Da helfe keine Fundamentalopposition, sondern konstruktives Mitgestalten: gute Oppositionsarbeit.

Lesen Sie jetzt