Sprachkurs gibt Olfener Flüchtlingen eine Chance

Mit Video

Vokabeln lernen, die Grammatik verstehen und mit der Aussprache zurechtkommen - eine neue Sprache zu erlernen erfordert Willenskraft. Viele Flüchtlinge müssen sich dieser Herausforderung stellen - auch in Olfen. Im Haus Rena lernen 14 Menschen bei einem Sprachkurs Deutsch. Wir waren dort und haben ein Video mitgebracht.

OLFEN

02.12.2016, 16:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sprache. Sie verbindet, lässt Missverständnisse verschwinden und fördert Integration. Kommunizieren und einander verstehen kann die Brücke zu einer Gemeinschaft sein. Wie wichtig das ist, zeigt der Sprachkurs „Early Intervention“, der seit Anfang November im Haus Rena des Deutschen Roten Kreuzes in Olfen stattfindet.

 

 

Organisiert wurde die neue Maßnahme für die Olfener Flüchtlinge, die in zwei Monaten, bis Ende Dezember, einen Deutsch-Intensivkurs absolvieren wollen.

Albanischer Teilnehmer zeigt starken Lernwillen 

„Ich möchte viel lernen. Unsere Lehrerin erklärt alles langsam und verständlich, das hilft sehr“, sagt Schkelzen Noka aus Albanien, der erst seit eineinhalb Jahren in Deutschland ist, aber dafür schon bemerkenswerte Sprachkenntnisse vorweist. Für die Fortschritte ihrer rund 14 Schützlinge verantwortlich ist Dozentin Svetlana Malova. „Es ist wirklich beeindruckend, wie sie diese schwierige Aufgabe meistert, denn die Menschen haben unterschiedliche Herkunftsländer, Religionen und Anforderungskenntnisse.

Manche kommen mit ersten Erfahrungen, andere fangen bei Null an“, lobt Mary Marcellus, Integrationsbeauftragte der Stadt, die Arbeit der Sprachkursleiterin. Dass die Arbeit ihres Fachbereichs Früchte trägt, zeigt Mary Marcellus der Erfolg des Kurses: „Wir sind immer noch im Gespräch mit der Agentur für Arbeit, die mit der Maßnahme `Integration Point´ solche Maßnahmen erst möglich macht. Derzeit sind noch weitere Maßnahmen geplant.“ Die Teilnehmer des Kurses sind für ein derartiges Sprach-Angebot dankbar.

Deutsch zu sprechen ist der erste Schritt

„Ich bin sehr zufrieden hier in Olfen, aber mir fehlt eine Arbeitsstelle“, sagt Fathbadha Rade, die mit ihrem Mann und den zwei Kindern vor einem Jahr aus Albanien floh.

„Die Nachfrage nach einem Sprachkurs war riesig. Wir sind dankbar, dass der DRK-Ortsverein Olfen uns diese Räumlichkeiten zur Verfügung stellt“, lobt Stefanie Benting, Leiterin des Fachbereichs Arbeit, Soziales und Integration, den dafür verantwortlichen Geschäftsführer Lothar Schulte-Rummel. „Menschlichkeit muss eben großgeschrieben werden“, betont er daraufhin.

Lesen Sie jetzt