Im St. Vitus Stift gab es mehrere Corona-Fällen. Nun soll es bald ans Impfen gehen. © Thomas Aschwer
Coronavirus

St. Vitus-Stift in Olfen: Vorbereitungen für Impfungen laufen

Im St. Vitus-Stift in Olfen laufen gerade die Vorbereitungen für eine Impfung von Bewohnern und Mitarbeitenden. Dabei spielt auch die Frage nach Impfungen, wenn man schon Corona hatte, eine Rolle.

Ja, sagt Ingo Knüver, der Leiter des St. Vitus-Stiftes in Olfen. Die Vorbereitungen auf die Impfungen laufen schon. „Wir sind gerade beim Sammeln“, so Knüver. Damit meint er die Einverständniserklärungen der Bewohnerinnen und Bewohner. Aber nicht nur.

Für alle Bewohnerinnen und Bewohner gibt es ein Informationsblatt zur Corona-Impfung, außerdem muss gemeinsam mit dem Hausarzt ein Anamnesebogen, also eine Aufstellung über mögliche Vorerkrankungen ausgefüllt werden. Neben den Bewohnerinnen und Bewohnern wird auch abgefragt, wie viele der 105 Mitarbeitenden sich impfen lassen möchten. Eine Impfpflicht besteht selbstverständlich nicht.

„Ich möchte mir erstmal einen Überblick verschaffen“, sagt Ingo Knüver. Denn: „Ich möchte die Menge haben, die dann auch geimpft wird.“ In anderen Heimen sei es schließlich auch schon vorgekommen, dass schlussendlich weniger impfbereite Personen da waren, als Impfdosen. Weil sich in einem Essener Altenheim beispielsweise nur rund die Hälfte der Mitarbeiter impfen lassen wollte, wurden dort – so berichtet es die WAZ, kurzerhand 24 Feuerwehrleute geimpft, damit die Impfdosen nicht weggeworfen werden mussten.

So etwas möchte Knüver auf jeden Fall verhindern. Er geht davon aus, dass er die Listen mit allen impfbereiten Personen schon bald weitergeben kann. Sobald das der Fall ist, melden die Heime bei der Kassenärtlichen Vereinigung, wie viele Impfdosen sie benötigen und wann sie gerne impfen lassen würden, dann bekommen sie einen Termin zugewiesen.

Impfung für vormals Infizierte nachrangig

„Ich geh davon aus, dass Mitte Januar alle bei uns geimpft sind, die sich impfen lassen wollen“, sagt Knüver. Was allerdings besonders für das St. Vitus-Stift relevant ist, ist folgende Frage: Wie sieht es aus mit Impfungen für Menschen, die bereits mit dem Coronavirus infiziert waren? „Da sind wir gerade noch in Gesprächen“, sagt Knüver, „da ja Personen, die bereits Corona hatten, eigentlich nicht geimpft werden sollen.“

„Nach überwiegender Expertenmeinung sollten Personen, die eine labordiagnostisch gesicherte Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht haben, zunächst nicht geimpft werden“, schreibt zum Beispiel das Robert-Koch-Institut dazu. Zwar gebe es keine Hinweise darauf, dass es Nebenwirkungen für Menschen gebe, die bereits mit dem Virus infiziert waren. Aber „es ist davon auszugehen, dass nach einer überstandenen Infektion bei den meisten Menschen zumindest eine gewisse Schutzwirkung besteht. Wie lange diese anhält ist jedoch noch nicht abschließend zu beantworten“, heißt es dazu weiter vom RKI.

Seit Mitte November hatten sich mehrere Mitarbeitende und Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Kurz vor Weihnachten war das Heim wieder coronafrei. Drei Bewohner waren in Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung gestorben.

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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