Stabiler Haushalt auch bei Ende des Baubooms

Steuererhöhungen angedacht

Zahlenspiele, angedachte Steuererhöhungen und die Erkenntnis, dass die Stadt Olfen unabhängiger von den Erlösen aus Grundstücksverkäufen werden muss - denn diese wird es in den kommenden Jahren nicht mehr so häufig wie zuletzt geben: Darum ging es am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss. Wie sehr Olfen in den letzten Jahren vom Bauboom profitiert hat, zeigen wir in einer interaktiven Grafik.

OLFEN

, 29.01.2016, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Grundstücksverkäufe wie aktuell im Baugebiet Ächterheide haben Geld in Olfens Kasse gespült. Von dieser Abhängigkeit will die Stadt sich lösen.

Grundstücksverkäufe wie aktuell im Baugebiet Ächterheide haben Geld in Olfens Kasse gespült. Von dieser Abhängigkeit will die Stadt sich lösen.

Das Haushaltsdefizit bis zum Jahre 2019 könnte rund 3,8 Millionen Euro betragen - Grund genug für Bürgermeister Wilhelm Sendermann, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. „Wir befinden uns nicht in finanziellen Schwierigkeiten, sollten aber die Zahlen einmal genauer betrachten“, so der Bürgermeister am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss.

So sei es nun der richtige Zeitpunkt, um die Standards zu überprüfen. „Wir wollen aber weiterhin an unseren Schwerpunkten, Bildung, Familie und Umwelt arbeiten“, so der Bürgermeister. Doch glaube er, das man durchaus Ausgaben einsparen können.

Unabhängiger von den Einnahmen aus Grundstücksverkäufen werden

In den vergangenen Jahren habe man gut von den Grundstücksverkäufen gelebt. „Dies wird sich aber in den nächsten Jahren ändern. Wir müssen uns mehr von den Erträgen aus Grundstücksverkäufen entkoppeln.“ 

Dennoch soll Olfen auch in Zukunft Baugebiete anbieten können. Sendermann: „Für die Jahre 2019/2020 sollten wir ein neues Baugebiet ausweisen.“ 

Neben der Erhöhung der Grundsteuern möchte die Verwaltung auch die Hundesteuer anheben. Statt zurzeit 54 Euro pro Hund sollen demnächst 72 Euro fällig werden. Dies bedeute zusätzliche Einnahmen von rund 20.000 Euro. Angehoben werden soll auch von zehn auf 12 Prozent die Zweitwohnungssteuer. 

 

 

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