Stadt Olfen baut Unterkunft für Flüchtlinge

Neue Zuweisungen im März

Wenn die Notunterkunft in Vinnum zum Jahresende geschlossen wird, muss die Stadt Olfen wieder mit Zuweisungen von Flüchtlingen rechnen. Der Haupt- und Finanzausschuss beschloss den Bau einer Unterkunft für 120 Personen am Vinnumer Landweg. Zudem stehe die Stadt kurz vor dem Abschluss von Mietverträgen für weitere Wohnungen.

OLFEN

, 30.09.2016, 05:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Vinnumer Landweg, 150 Meter vom neuen Kreisverkehr entfernt, soll eine Flüchtlings-Unterkunft gebaut werden.

Am Vinnumer Landweg, 150 Meter vom neuen Kreisverkehr entfernt, soll eine Flüchtlings-Unterkunft gebaut werden.

Die Stadt Olfen kann, wie Stefanie Benting, Leiterin des Fachbereichs Arbeit, Soziales und Integration, gestern dem Ausschuss mitteilte, mit 148 Zuweisungen rechnen. „Die ersten Zuweisungen werden wir aber wohl erst im März erhalten“, so Stefanie Benting.

Die Fachbereichsleiterin stellte dem Ausschuss gestern aber nicht nur die neuesten Zahlen vor. Viel wichtiger sei es, so Bürgermeister Wilhelm Sendermann, schon jetzt Konzepte für eine Integration zu entwickeln. „Wir wollen in Olfen Voraussetzungen für ein gute Integration schaffen.“

Wohnungen auf dem freien Markt zu erhalten sei das Ziel

Wie Stefanie Benting erklärte, sei es das Ziel der Verwaltung, Wohnungen auf dem freien Markt für Flüchtlinge zu erhalten: „Voraussetzung ist die Anerkennung oder eine Bleibeperspektive.“ Zudem solle ein Deutsch- oder Integrationskurs belegt werden. Wichtig sei auch, das die Personen Bereitschaft für eine Integration zeigen würden.

Benting. „Wir stehen kurz vor dem Abschluss von Mietverträgen für sechs Wohnungen.“ Ziel sei es, im Jahre 2017 zehn bis 15 Wohnungen zur Verfügung zu haben. So sollen in einem Häuserkomplex im Baugebiet Ächterheide sechs Wohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung stehen.

Wie Stefanie Benting mitteilte, müssen anerkannte Flüchtlinge in Zukunft ihren Wohnsitz weiterhin in Olfen haben. Und dies für drei Jahre. Ausnahmen seien eine Arbeitsstelle an einem anderen Ort, eine Ausbildung oder ein Studium. Zudem müsse die Stadt Olfen demnächst auch mit der Zuweisung von anerkannten Flüchtlingen aus anderen Kommunen rechnen.

Mehr Personal für Integrationsaufgaben notwendig

Zur Bewältigung der umfangreichen Aufgaben der Integration wurde mit dem neu geschaffenen Fachbereich Arbeit, Soziales und Integration personell Weichen gestellt. So wurde unter anderem eine Integrationsbeauftragte eingestellt.

Stefanie Benting erklärte, mittelfristig müssten weitere Stellenanteile für die Arbeit geschaffen werden. Bürgermeister Wilhelm Sendermann kündigte dann auch bereits an, die Verwaltung werden bei der nächsten Ausschusssitzung Vorschläge zur Verbesserung der personellen Situation unterbreiten.

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