Die Fläche zwischen Bürgerhaus und Bücherei fassen jetzt neue Betonelemente, die auch zum Sitzen einladen. © Thomas Aschwer
Stadtumbau

Stadt Olfen hübscht das Zentrum auf – das sind die ersten Maßnahmen

Hochgedrückte Pflastersteine, unvollständige Hecken, zum Hundeklo degradierte Grünflächen: Mitte der 80er-Jahre ist Olfens Innenstadt neu gestaltet worden. Jetzt gibt es Handlungsbedarf.

Eine Bundesstraße, die mitten durch die Stadt führt? Was heute kaum noch vorstellbar ist, war in Olfen lange Realität. Eine Belastung für alle, die an der viel befahrenen Straße wohnten oder die in der Innenstadt bummeln wollte. Bis vor knapp vier Jahrzehnten die Umgehungsstraße gebaut wurde. Aus Sicht der Olfener Stadtspitze gibt es weiter keinen Grund für grundlegende Veränderungen. Allerdings ist es an der Zeit, die „Innenstadt aufzuhübschen“, wie es Bürgermeister Wilhelm Sendermann formuliert.

Erste Veränderungen gibt es bereits. Die Fläche vor dem Bürgerhaus an der Kirchstraße hat viele Jahre eine Hecke gefasst. Sie signalisierte zudem den (motorisierten) Verkehrsteilnehmern kurz vor der Grundschule, wo der Straßenraum endete. Doch schön war der Bereich in Höhe der Vituskirche schon lange nicht mehr. Die Stadt Olfen hat deshalb die ohnehin schon sehr löchrige Hecke herausgerissen.

Neue Betonelemente laden auch zum Sitzen ein

Jetzt gibt es auf der Kirchstraße und am Südwall Betonelemente, die dank der Holzbretter auch zum Sitzen einladen. Wer von hier aus Richtung Markplatz geht und sich die Baumscheiben intensiv ansieht, erkennt das nächste Problem. Das Pflaster ist an vielen Stellen hochgedrückt worden. Die Einfassungen aus Natursteinen sind brüchig und teilweise ausgebessert worden.

Einzelne Baumscheiben sind zwar bereits saniert worden, das grundsätzliche Problem bleibt aber: Die Wurzeln der vor Jahrzehnten gepflanzten Bäume drücken das Pflaster hoch.
Einzelne Baumscheiben sind zwar bereits saniert worden, das grundsätzliche Problem bleibt aber: Die Wurzeln der vor Jahrzehnten gepflanzten Bäume drücken das Pflaster hoch. © Thomas Aschwer © Thomas Aschwer

„Wir schauen uns die Straßenzüge genau an“, sagt der stellvertretende Fachbereichsleiter Klemens Brömmel. Denn längst sind nach Einschätzung von Bürgermeister Wilhelm Sendermann an der ein oder anderen Stelle Stolperfallen entstanden. Um die beheben zu können und gleichzeitig die Situation für Bäume zu verbessern, sollen Dinge grundlegend geändert werden.

Dazu gehört auch, dass die Stadt in einzelnen Bereichen die vor Jahrzehnten gepflanzten Bäume fällen will. Die dann neu angelegten Baumscheiben sollen sicherstellen, dass mehr Wasser zu den Bäumen fließen kann. Weil aber in den Bereichen oft Kabel liegen, ist der Austausch mit viel Handarbeit verbunden und entsprechend kostenintensiv.

Stadt gestaltet Grünfläche am Brinkplatz um

Welche Bäume wann ausgetauscht werden sollen, steht aktuell noch nicht fest. Das sieht bei der Grünfläche am Brinkplatz ganz anders aus. Die Grünfläche ist in Teilen zur Hundetoilette verkommen. Bereits in den nächsten Wochen plant die Stadt deshalb eine grundlegende Umgestaltung mit einer intensiven Unterbepflanzung.

Auf der Bilholtstraße sind neue Heckenpflanzen gesetzt und Bäume gepflanzt worden.
Auf der Bilholtstraße sind neue Heckenpflanzen gesetzt und Bäume gepflanzt worden. © Thomas Aschwer © Thomas Aschwer

Schon weiter ist sie auf der Bilholtstraße. Hier sind bereits Bäume und Hecken gepflanzt worden. Weil auch der „Rote Teppich“ aufgetragen ist, ist die Baumaßnahme weitestgehend abgeschlossen. Veränderungen soll es aber noch an anderen Stellen geben. Konkret denkt die Stadt an neue, einheitliche Sitzmöbel und Fahrradständer.

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer

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