Stadt Olfen plant Dreiteilung des riesigen Villengeländes an der Stever

mlzFüchtelner Mühle

8000 Quadratmeter groß ist das traumhafte Grundstück, herrlich gelegen an der Stever. Bebaut mit einer prächtigen Villa, war es lange in Privatbesitz. Jetzt hat die Stadt spannende Pläne.

Olfen

, 12.06.2020, 21:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein hoher Zaun und ein mächtiges Stahltor versperren aktuell den Zugang zum Areal der früheren Villa Ritter an der Steverumflut. Zutritt haben allerdings seit geraumer Zeit Erzieherinnen sowie die Kinder der Spielgruppe und der neuen Kita. Auf dem großen Freigelände gibt es viel zu entdecken und viele Spielmöglichkeiten mitten in der Natur, bevor es zurück in die Mobilheime geht.

Die extra schön verkleideten Container sind sichtbares Zeichen für die anstehenden Bauarbeiten. Die Villa Ritter ist fast komplett geräumt. „Noch in diesem Sommer wollen wir mit dem Um- und Anbau starten“, sagt Bürgermeister Wilhelm Sendermann bei einem Ortstermin. Rund 2 Millionen Euro wird die Stadt in das Projekt stecken.

Teilbereich des Villengeländes öffnet sich für Besucher

Nicht dazu gehört der an der Kökelsumer Straße liegende Bereich. Das mächtige Stahltor wird verschwinden, der Bereich soll sich öffnen für interessierte und Natur begeisterte Menschen. „Soweit möglich, lassen wir die Bäume stehen. Wir werden aber voraussichtlich im Herbst weitere Bäume pflanzen. Noch nicht final entschieden ist, was aus der großen Garage in dem Bereich wird.

Die Neu-Nutzung ist ebenso ein mittelfristiges Projekt wie die neue Anlegestelle für das Floß. „Vorher muss die Brücke an der jetzigen Anlegestelle erhöht werden“, sagt Sendermann. Beim Blick von der Stever rüber zur Scheune Füchtelner Mühle verweist er auf die künftige Grenze von Kindergarten und Spielgruppe. „Hier bauen wir einen Weg bis zur Scheune.

Arbeiten für Kindergarten und Naturpark-Haus laufen bald an

Wie beim Kindergarten soll auch der Umbau zum Naturpark-Haus in den nächsten Wochen anlaufen. „Die ersten Aufträge sind vergeben“, sagt Sendermann. Die (kosten-)intensive Umgestaltung - rund 2 Millionen Euro sind auch für dieses Projekt veranschlagt - wird zu 80 Prozent gefördert. „Wenn alles fertig ist, verfügt die Stadt Olfen über einen neuen Anlaufpunkt für Touristen.

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Mit den hier ausgeliehenen Rädern können sich Besucher direkt auf den Weg machen durch die herrliche Münsterländer Parklandschaft. Verschiedenste Radrouten führen hier zwar vorbei, doch eine Lücke gibt es derzeit noch. Entlang der Kökelsumer Straße gibt es Richtung B58 (Seppenrade-Haltern) keinen Radweg. „Wir haben einen Antrag beim Kreis gestellt“, sagt dazu Sendermann.

Das riesige Villengrundstück erlaubt nach Einschätzung der Stadt Olfen eine Dreiteilung. Obwohl die Fläche für Kindergarten und Spielgruppe doppelt so groß sein wird wie bei herkömmlichen Kindergärten bleibt von der Kökelsumer Straße aus betrachtet hinter der Villa Platz für eine weitere Nutzung. „Wenn er möchte, kann der Fischereiverein hier seine Pläne von einem Heim an der Stever realisieren.“

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