Stadt Olfen reduziert ihren Energieverbrauch um 60 Prozent mit neuer Straßenbeleuchtung

mlzModerne Straßenlaternen

Gut für die Umwelt, gut für den Geldbeutel: Die Stadt Olfen tauscht in den nächsten Monaten die komplette Straßenbeleuchtung aus. Mit wenigen Ausnahmen.

Olfen

, 16.01.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Olfen übernimmt in der Region eine Vorreiterrolle bei der Straßenbeleuchtung ein. Spätestens bis zum Herbst soll die überwiegende Zahl der 1493 Lichtpunkte in der Stadt umgebaut sein. Ein Kraftakt.

110 Arbeitstage veranschlagt die Gelsenwasser AG für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik. Sobald die ersten Lieferungen eingetroffen ist, will sie an den Start gehen und damit den Energieverbrauch drastisch reduzieren.

Als im Jahr 2012 die Gelsenwasser AG und die Stadt Olfen die gemeinsame Tochter Genreo gründeten, war zunächst nicht für die Bürger ersichtlich, welche Vorteile das für sie konkret haben könnte und welche Aufgaben die neue Gesellschaft übernehmen würde.

Genreo ist bislang auf drei Feldern aktiv

Doch in den vergangenen Jahren hat sich einiges auf drei Feldern getan. Nicht zu übersehen sind insbesondere die beiden Windkrafträder, die im Sommer 2018 an den Start gegangen sind. Weniger auffällig sind die bereits errichteten Blockheizkräfte - wie etwa an der Wieschhofgrundschule.

Doch in den nächsten Wochen werden alle Olfener Bürger direkt von einem Großprojekt der Gesellschaft betroffen sein. Die komplette Straßenbeleuchtung wird umgebaut. Nicht immer gibt es komplett neue Anlagen wie auf der Oststraße in Höhe Marienheim/Stadtpark.

Stadt Olfen reduziert ihren Energieverbrauch um 60 Prozent mit neuer Straßenbeleuchtung

Seit 2012 arbeitet die Stadt Olfen in der Genreo (Gesellschaft zur Nutzung regenerativer Energien in Olfen) mit der Gelsenwasser AG zusammen. Zur Vertragsunterzeichnung war Gelsenwasser-Vorstand Dr. Dirk Waider (l.) nach Olfen gekommen. © Thomas Aschwer

„Es gibt Umbausätze“, sagt Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Die kommen gerade dort zum Einsatz, wo die Leuchten erst in den vergangenen Jahren aufgestellt worden sind. Es gibt in der Steverstadt aber auch Leuchten, die bereits vor 40 oder 50 Jahren aufgestellt wurden.

Neue Lampen erleuchten nicht mehr die Privatgrundstücke

Aus welchem Jahr sie auch stammen, sie haben eines fast immer gemeinsam: Es handelt sich um sogenannte „Rundumleuchten“, die auch die Privatgrundstücke erleuchteten. Einige Bürger fühlten sich in davon so gestört, dass sie sogar Teile der Lampen abgeklebt haben.

Eine Maßnahme, die bei den neuen Leuchten nicht notwendig sein wird. Die LED-Lampen erhellen ausschließlich den öffentlichen Raum. Der soll zwar so gut ausgeleuchtet werden wie mit den aktuellen Lampen, allerdings mit deutlich geringerem Energieverbrauch.

Stromkosten reduzieren sich um rund 30.000 Euro im Jahr

Dirk Wessling, gemeinsam mit Bürgermeister Sendermann, Geschäftsführer von Genreo geht davon aus, dass der Energieverbrauch um 60 Prozent reduziert wird. „Die Stromkosten reduzieren sich damit um rund 30.000 Euro im Jahr.

Dem gegenüber stehen allerdings Investitionskosten von rund 390.000 Euro. Für die Bürger ändert sich deshalb erst einmal nichts. Sie werden nicht zur Kasse gebeten, profitieren aber auch nicht von den stark sinkenden Energiekosten.

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