SuS Olfen zieht es in Fußball-Kreis Ahaus/Coesfeld

Neue Struktur

Der Fußball-Kreis Lüdinghausen löst sich auf. Das ist seit dem Kreistag im Juli beschlossene Sache. Jetzt geht es darum, in welche Kreise die 19 Klubs wechseln. Olfen, Vinnum und Lüdinghausen zieht es nach Ahaus/Coesfeld. Viele Klubs tendieren zu Münster/Warendorf. In Werne könnte das dafür sorgen, dass ein Stadtderby wegfällt.

OLFEN

, 11.09.2014, 20:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fest steht, dass jeder Klub sich einen eigenen Kreis suchen kann. Geografisch kommen für die 19 Vereine nur die Kreise Ahaus/Coesfeld, Unna/Hamm und Münster/Warendorf infrage. In der vergangenen Woche hatte der SuS Olfen alle Vereine zu einem Sondierungsgespräch eingeladen. Gast war auch Willy Westphal, der Vorsitzende des Kreises Ahaus/Coesfeld. Bis auf Stockum waren in Olfen alle Vereine anwesend. "Für uns war die Sitzung nicht interessant, weil bei uns feststeht, dass wir in den Kreis Unna/Hamm wechseln werden", sagt Stockums Vorsitzender Josef Holtrup. "Ziel und Intention von uns war es, den Klubs bei der Entscheidungsfindung zu helfen, damit wir möglichst geschlossen mit mehreren Vereinen in den Kreis Coesfeld rübergehen", sagt Bernd Krursel, Vorsitzender der Fußballabteilung des SuS Olfen. Westphal sagte, dass das keine Werbeveranstaltung gewesen sei. Er habe nur sachlich und ruhig die Bedingungen des Kreises Coesfeld vorgestellt. So teilte er allen mit, dass jedes Team seine Klassenangehörigkeit behalten könne. "Wer heute im Kreis Lüdinghausen in der A-Liga spielt, wird das auch bei uns machen", so Westphal. Der Kreis Ahaus/Coesfeld hat zwei A-Ligen. Die Lüdinghauser Teams würden in eine Staffel eingruppiert werden.Wahlrecht bei der Jugend Westphal erklärte zudem, dass die Vereine im Jugendbereich ein Wahlrecht hätten, ob sie in der A-, B- oder C-Liga spielen wollen. In den B- und C-Ligen könne gewährleistet werden, dass die Teams aus dem Kreis Lüdinghausen in eine Gruppe kommen, damit die Fahrten minimiert werden. In der A-Liga nicht. Für den Kreis Ahaus/Coesfeld haben sich bislang nur der SuS Olfen, Westfalia Vinnum und Union Lüdinghausen ausgesprochen. Das Gros der 19 Vereine liebäugelt mit einem Wechsel in den Kreis Münster/Warendorf. VfL Senden, BW Ottmarsbocholt, SV Herbern, Davaria Davensberg und der TuS Ascheberg haben mehrfach betont, dass Münster/Warendorf deren Favorit sei. Aber auch SC Capelle, FC Nordkirchen und SV Südkirchen können sich einen Wechsel in diesen Kreis gut vorstellen. Kandidat Nummer neun ist der Werner SC. Der Fußball-Chef des Werner SC, Thomas Overmann, hat sich zu einem Gespräch mit Herberns Vorsitzenden Werner Heitmann getroffen. "Wir haben den Herbernern gesagt, dass es unser Wunsch ist, weiter mit ihnen in einem Kreis zu spielen", sagt Overmann.

Doch was macht Eintracht Werne? Zieht es den Klub nach Unna/Hamm, gäbe es keine Derbys mit dem WSC mehr. Das wäre undenkbar. Eintrachts Vorsitzender Harald Wolfarth lässt keine Tendenz erkennen. "Wir entscheiden in der nächsten Woche in einer Vorstandssitzung, wo es für uns hingeht", sagt er. Er stellt aber klar, dass nur die Kreise Unna/Hamm und Münster/Warendorf zur Debatte stünden. Die Vorsitzenden dieser Kreise, Norbert Reisener (Münster) und Horst Weischenberg (Unna), stellen sich am Montag, 22. September, 18 Uhr im Herberner Sportheim (Werner Straße) den Vereinen vor. Die vom Kreisvorstand einberufene Sitzung am 18. September ist abgesagt.

 

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