Sus-Radlertreff nach Corona gestartet: Hinter- statt nebeneinander

mlzCoronavirus in Olfen

Nach der Unterbrechung durch Corona geht es auch beim Sus-Radlertreff in Olfen nun wieder weiter. Die ersten Touren sind auch schon angelaufen. Auch dafür gibt es Regeln.

von Maria Niermann

Olfen

, 16.06.2020, 11:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Die Hauptsache ist doch, dass es endlich wieder losgeht.“ Das sagte Norbert Heinrichs, einer der vier SuS-Tourenleiter, die die zweite Nach-Corona-Tour in der vergangenen Woche begleiteten. „Wir umfahren die Ahsener Brücke“ hatte Manfred Kostrewa seine Tour genannt. Knapp 40 Kilometer waren es schließlich am Mittwochabend, 10. Juni, die die insgesamt 19 Olfener gefahren waren.

Hintereinander statt nebeneinander

Maximal zwanzig Teilnehmer hätten am Mittwoch teilnehmen dürfen. Diese Zahl ist ein Ergebnis aus dem Hygienekonzept des Radlertreffs. Weitere Vorgabe war: „Bitte fahrt nur hintereinander, nicht nebeneinander“, mahnte Manfred Kostrewa die Teilnehmer am Treffpunkt. „Wir wollen doch alle, dass wir nun wieder regelmäßig fahren dürfen.“ Viele Touren-Teilnehmer fanden gerade das Hintereinander-Fahren „nicht schön.“

Schließlich boten die SuS-Radtouren in der Vergangenheit auch immer Gelegenheit zu regem Gedankenaustausch. Aber das Hintereinanderfahr-Gebot bietet auch Vorteile. Es blieb Zeit und Gelegenheit zum Genießen der Natur, hören der Vögel, beobachten der Schiffe auf dem Kanal.

Gerade dieses entspannte Radeln in der Natur mag Werner Sander vom Radler-Treffs besonders: „Das Radfahren bietet Gelegenheit zu entspannen, die Gedanken so sortieren, besonders nach einem vollen Tag“, meint der Olfener. „Beim Radfahren kommen mir immer die besten Ideen.“

Fit und gesund bleiben

Zweiter, ganz wichtiger Aspekt des Radfahrens sei die Gesundheit. „Gerade in diesen Zeiten haben wir ja oft genug gehört, wie wichtig es ist, fit zu bleiben, Herz und Kreislauf in Gang zu bringen.“ Und das zu tun, und dabei Spaß zu haben, sei doch optimal. „Daher versuche ich täglich Rad zu fahren“, sagt er.

Mit Freude beobachtet Werner Sander, dass während der letzten Wochen und Monate deutlich mehr Menschen aufs Rad gestiegen seien. „Insbesondere viele Familien hab ich beobachtet. Ich hoffe sehr, dass sie auch in Zukunft dabeibleiben.“

So hat auch diese Krise noch einen kleinen positiven Aspekt. Als radfahrbegeisterter Mensch hoffe er auch, dass durch die steigende Anzahl von Radlern sich Politiker genötigt sehen, mehr für die Radfahrer, insbesondere für die Radwege, zu tun.

Infos: www.radeln-in-olfen.de

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