Teilstandort in Datteln kommt ab Sommer

Gesamtschule Olfen

Bis zum frühen Abend konnten am Montag Eltern ihre Kinder für den neuen fünften Jahrgang an der Gesamtschule Olfen anmelden. Die wichtigste Entscheidung war jedoch schon am Morgen gefallen.

Olfen

, 05.02.2018, 16:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
10.000 Euro hatte die Stadt Datteln in einen einzigen Klassenraum an der Hauptschule Hachhausen investiert, um den Kindern und Eltern zu zeigen, wie modern und aufwendig die künftigen Klassenräume der Gesamtschule werden. Matthias Dekker (v.l.), Dezernent Dirk Franke und Schullausschuss-Vorsitzende Claudia Klug stellten den Raum kurz vor dem Tag der offenen Tür an der Dattelner Schule vor.kalthoff

10.000 Euro hatte die Stadt Datteln in einen einzigen Klassenraum an der Hauptschule Hachhausen investiert, um den Kindern und Eltern zu zeigen, wie modern und aufwendig die künftigen Klassenräume der Gesamtschule werden. Matthias Dekker (v.l.), Dezernent Dirk Franke und Schullausschuss-Vorsitzende Claudia Klug stellten den Raum kurz vor dem Tag der offenen Tür an der Dattelner Schule vor.kalthoff © ANDREAS KALTHOFF

Drei Jahre Vorlaufzeit, ein kurzes knackiges Anmeldewochenende – und am Ende das erhoffte Ergebnis: Zum Schuljahr 2018/19 bekommt die Gesamtschule Olfen einen Teilstandort in Datteln. Das sagte auf unsere Anfrage bereits am Montagmorgen die Bezirksregierung – obwohl in Olfen bis zum späten Nachmittag Anmeldungen möglich waren. „Drei Jahre haben wir uns mit der Frage beschäftigt. Jetzt freut es mich sehr, dass wir dieses Ergebnis erreicht haben“, sagte Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann.

„Sehr gute Zahlen„

Er sprach von „sehr guten Anmeldezahlen“ in Olfen und Datteln, die „deutlich über den Vorgaben der Bezirksregierung liegen.“ Sie hatte die Genehmigung für den Teilstandort mit der Vorgabe verknüpft, dass an beiden Standorten jeweils mindestens 75 Kinder angemeldet werden. Wie viele Eltern und Kinder sich insgesamt für die Gesamtschule entschieden haben, will die Stadt Olfen am Donnerstag mitteilen. Wer welchen Standort besuchen wird, ist aktuell noch nicht geklärt. Erklärtes Ziel beider Städte ist, dass die Olfener Kinder in Olfen, die Dattelner Mädchen und Jungen in ihrer Heimatstadt eingeschult und unterrichtet werden.

Sechs Eingangsklassen

Die am Freitag erteilte Genehmigung der Bezirksregierung Münster sieht vor, dass die Gesamtschule Olfen mit dem Teilstandort Datteln insgesamt sechs Eingangsklassen bilden darf – jeweils drei in beiden Städten. Dass bei allem Interesse für Gesamtschulen – in Olfen gab es für die vier Eingangsklassen in den vergangenen Jahren immer mehr Anmeldungen als Plätze – es nicht so leicht ist, eine ortsübergreifende Gesamtschule zu bilden, wurde vor einem Jahr in der Nachbarschaft deutlich. Im vergangenen Jahr gab es Bestrebungen, einen Teilstandort der etablierten Gesamtschule Nordkirchen in Ascheberg zu gründen. Parallel dazu sollte die erst vor einigen Jahren gegründete Profilschule in Ascheberg auslaufen. Am Ende gab es zu wenige Anmeldungen für die gemeinsame Gesamtschule. Damit bleibt es bei vier Eingangsklassen in Nordkirchen an der Gesamtschule. Auch die Profilschule in Ascheberg bleibt erhalten. Sie will mit neuem Schwung um eine gesicherte Zukunft kämpfen.

Bauarbeiten in Datteln

Olfen und Datteln hatten sich eine deutlich längere Vorlaufzeit gelassen, um die Eltern von den Vorteilen einer Gesamtschule Olfen mit einem Teilstandort in Datteln zu überzeugen. Mit Erfolg. „Ich danke allen, die mitgewirkt haben, die Eltern zu überzeugen“, sagte Sendermann. Aus seiner Sicht ist vor allem „der sehr gute Ruf der Olfener Gesamtschule“ für das Anmeldeergebnis verantwortlich.“ Damit diese gute Arbeit auch künftig an zwei Standorten geleistet werden kann, „sind in Datteln einige Baumaßnahmen nötig. Es wird alles getan“, ist er überzeugt.

Lesen Sie jetzt