Tempo 30 in der Olfener Innenstadt - Bürger fordern mehr Sicherheit für Radfahrer

mlzBilholtstraße

Mit dem Umbau der Bilholtstraße ab dem 3. Februar werden die Karten im Straßenverkehr neu gemischt. Die Anwohner haben klare Vorstellungen, was nach der Umgestaltung passieren muss.

Olfen

, 17.01.2020, 17:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Je näher der Baustart für die Umgestaltung der Bilholtstraße rückt, desto größer scheint das Bürgerinteresse zu werden. „Rappelvoll“ war das Bürgerhaus am Donnerstagabend bei der letzten Infoveranstaltung vor dem Baustart. Schnell konzentrierte sich das Treffen auf einen Punkt - die Sicherheit der Radfahrer.

Die Diskussion in den sozialen Netzwerke über die neue Verkehrssituation in Höhe der Stadthalle geht seit Wochen. In der überwiegenden Zahl der Beiträge gibt es deutliche Kritik an der Lösung mit Busspur, rot unterlegtem Radweg und Straße. Weil es ähnliche Lösungen künftig auf der Bilholtstraße geben wird, kamen etliche Bürger am Donnerstagabend schnell auf den Punkt.

Was unternimmt die Stadt gegen falsch parkende Autofahrer?

„Was macht die Stadt, wenn Autofahrer auf dem roten Radweg parken, um vielleicht kurz ein Rezept einzulösen?“ Welche Regelung gilt auf dem noch zu bauenden Mini-Kreisverkehr an der bisherigen Kreuzung Bilholtstraße/Zur Geest?“ „Und was kann getan werden, damit Autofahrer Radfahrer nicht einfach zur Seite drängen?“

Tempo 30 in der Olfener Innenstadt - Bürger fordern mehr Sicherheit für Radfahrer

Zur letzten Infoveranstaltung vor Beginn der Bauarbeiten waren viele Olfenerinnen und Olfener ins Bürgerhaus gekommen. © Thomas Aschwer

Fragen über Fragen, die im Grunde genommen sich um eine Sorge drehen - die Gefahr für Radfahrer nach dem Umbau. Für einzelne Punkte hat die Stadtverwaltung einen klaren Plan. Wenn der Radweg als „Kurzparkzone“ missbraucht wird, will sie reagieren. Oder auch die Polizei.

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Die Akzeptanz für die roten Fahrradwege sei in Olfen ausbaufähig, räumte Bürgermeister Wilhelm Sendermann in der Diskussion ein. In Münster oder vor allem in den Niederlanden seien sie deutlich akzeptierter. Olfen hingegen stehe noch vor einem Umstellungsprozess.

Bürger machen sich für Tempo 30 im Stadtkern stark

Aus Sicht der Bürger gibt es einen relativ einfachen Weg, wie dieser Prozess beschleunigt und zugleich die Sicherheit der Fahrradfahrer erhöht werden kann. Sie machten sich bei der Infoveranstaltung für Tempo 30 auf der Bilholtstraße stark.

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Auch auf anderen innerörtlichen Straßen sollte aus ihrer Sicht die zulässige Höchstgeschwindigkeit reduziert werden. Ein Ansatz, den Bürgermeister Wilhelm Sendermann nachvollziehen kann.

„Ohne Einschränkungen geht es nicht“

Allerdings sei die Umsetzung nicht so einfach. Er verwies auf eine Nachbargemeinde, die bereits vor einigen Jahren die Ortsdurchfahrt umgebaut habe - und sich bislang vergeblich um Tempo 30 bemüht hat.

Für die Baustelle kündigte er an, dass es „nicht ohne Einschränkungen geht.“ Zu Fuß könnten aber während der Bauphase alle Geschäfte erreicht werden. Wenn die Bauarbeiter am 3. Februar anrücken, werden sie nach der Einrichtung der Baustelle alle 29 Bäume fällen. Im Herbst 2020 sollen bis zu 45 neue Bäume gepflanzt werden.

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