Trotz Corona: Besonders viele Olfener kommen im Haus Rena zur Blutspende

Coronavirus

Blutspenden sind vor allem während Corona für die Krankenhäuser sehr wichtig. In Olfen herrscht am Freitag aber eher Andrang statt Mangel - und das trotz der Corona-Vorsicht.

Olfen

, 25.05.2020, 11:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Über Blutspenden von Oliver Schröder (2.v.r.) und Judith Steinweger (1.v.r.) freuen sich die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Olfen, Brigitte Weiss (2.v.l.) und Susanne Elsner (1.v.l.).

Über Blutspenden von Oliver Schröder (2.v.r.) und Judith Steinweger (1.v.r.) freuen sich die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Olfen, Brigitte Weiss (2.v.l.) und Susanne Elsner (1.v.l.). © Sophie Godelmann

Vor dem Haus Rena in Olfen ist am Freitag Warten angesagt. Die Menschen, die auch in diesen Zeiten Blut spenden wollen, sind sehr geduldig und warten mit dem nötigen Sicherheitsabstand. Ein Mitarbeiter entschuldigt sich immer wieder bei ihnen, bedankt sich für die Geduld.

Wer nach dem Warten eintritt, bekommt die nun in Corona-Zeiten üblichen Fragen: Symptome? Kontakt mit Corona-Patienten? Aufenthalt im Ausland in den letzten zwei Wochen? Nach Messung der Körpertemperatur und gründlichem Desinfizieren der Hände geht es dann schließlich zur Blutspende.

„Wir waren überrascht“

Brigitte Weiß, Vorsitzende vom Ortsverein Olfen des DRK, ist sichtlich begeistert, dass trotz der strengen Sicherheitsvorkehrungen so viele Menschen bereit sind, Blut zu spenden. „Die Bereitschaft zu spenden ist in dieser Zeit deutlich gestiegen“, sagt sie. Eine Knappheit an Spenden erkennt sie zumindest in Olfen nicht. „Wir waren sehr überrascht darüber.“ Allerdings habe das DRK auch viel Werbung gemacht. Der Aufwand hat sich gelohnt. Im März habe es einen stärkeren Andrang gegeben als sonst, die besten Zahlen bis jetzt.

Trotz der aktuellen Situation entscheiden sich viele Menschen Blut zu spenden.

Trotz der aktuellen Situation entscheiden sich viele Menschen Blut zu spenden. © Sophie Godelmann

Ein großer Aufwand

„In diesen Zeiten konnten wir auch einen Trend zu jüngeren oder sogar Erstspendern beobachten“, meint Susanne Elsner, Mitarbeiterin des Ortsvereins. Sie muss viele Dinge berücksichtigen und auch ändern, damit die Blutspende auch ohne Ansteckungsrisiko möglich ist.. „Wir hatten vorher eine Ortsbegehung des Hauses, damit geguckt werden konnte ob der geforderte Mindestabstand auch wirklich eingehalten werden kann. So konnten wir eine Genehmigung bekommen“, so Elsner. Das ist auch wichtig; im katholischen Pfarrheim in Vinnum konnte der geforderte Mindestabstand von 1,5 Metern beispielsweise nicht eingehalten werden. Daher dient die Blutspendeaktion im Haus Rena sozusagen für beide Standorte.

Wichtig sei, dass die Menschen mehr Abstand halten würden. Um das Ansteckungsrisiko nicht unnötig zu vergrößern, sei es Spendern außerdem nicht gestattet Begleitpersonen mit ins Gebäude zu nehmen. „Das Buffet muss ebenfalls ausfallen, Stattdessen bekommen die Menschen, nachdem sie Blut gespendet haben, ein Lunchpaket“, betont Elsner.

Keine Angst wegen Corona

Oliver Schröder aus Olfen und Judith Steinweger aus Münster hält Corona trotzdem nicht davon ab, Blut zu spenden. „Ich habe schon sehr oft Blut gespendet“, so Schröder. „Natürlich ist die Wartezeit länger als sonst, aber trotzdem war das alles ganz relaxt.“ Angst sich während einer Spende anzustecken, hätten die beiden aber nicht. Die nächste Möglichkeit zur Blutspende ist am Mittwoch, 27. Mai von 16.30 Uhr bis 20.30 Uhr im Haus Rena.


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