Überfall auf Hornbach: Räuber weiter auf der Flucht

Polizei veröffentlicht Täterbeschreibungen

Die Polizei im Kreis Recklinghausen ist auch am Morgen nach dem Überfall auf den Hornbach-Baumarkt in Datteln weiter mit Hochdruck auf der Suche nach den Tätern. Die Behörde hat in einer ersten Mitteilung eine Beschreibung der Räuber veröffentlicht und wendet sich in der Hoffnung auf sachdienliche Hinweise nun an die Bürger.

DATTELN

von Martin Behr, Tobias Ertmer, Oliver Prause

, 09.12.2016, 10:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizisten riegeln den Hornbach-Markt ab und suchen nach den Verdächtigen.

Polizisten riegeln den Hornbach-Markt ab und suchen nach den Verdächtigen.

Denn die Wahrscheinlichkeit, die beiden Täter zeitnah zu finden, sei äußerst gering, wie Michael Franz von der Pressestelle in Recklinghausen auf Nachfrage bestätigte. Dadurch, dass die Polizei erst Kenntnis von dem Überfall bekam, nachdem sich die beiden gefesselten Mitarbeiter selbst befreien konnten, sei der Vorsprung für die bewaffneten Räuber bei ihrer Flucht groß gewesen, erklärte Franz am Morgen.

Die beiden unbekannten Männer werden wie folgt beschrieben:
1. ca. 1,70 m bis 1,75 m groß, etwa 25 bis 28 Jahre alt, sportlich-schlank, schwarze Jacke, dunkle Hose und dunkle Schuhe
2. ca. 1,75 m bis 1,80 m groß, dunkel gekleidet.
Beide waren mit Wollmützen, die mit Löchern versehen waren und über das Gesicht gezogen waren, maskiert und mit Handfeuerwaffen bewaffnet.
Sie sprachen deutsch mit leichtem Akzent. Zeugen, die am Donnerstagabend im Bereich des Baumarktes verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Fachkommissariat unter Tel. 0800/2361-111 in Verbindung zu setzen.

 

 

 

 

Rund um den Hornbach-Baumarkt lief am Donnerstagabend ab 22 Uhr der große Polizei-Einsatz: Trotz eines Großaufgebots an Polizei und Spezialkräften war die Suche nach den Tätern jedoch erfolglos. Diensthabende Polizeikräfte aus dem gesamten Kreisgebiet sperrten ab etwa 22 Uhr den Bereich rund um den Hornbach-Baumarkt ab. Über dem Gebiet kreiste auch ein Hubschrauber der Polizei, der per Wärmebildkamera nach den Tätern fahndete. Gegen 23 Uhr musste der Hubschrauber jedoch langsam wieder abdrehen.

In der Zwischenzeit war auch unter anderem eine Einsatzhundertschaft der Polizei eingetroffen, die das Gelände rund um den Baumarkt abriegelte. Ersten Informationen unseres Reporters vor Ort nach hat es keine Verletzten gegeben - zumindest körperlich blieben die beiden Mitarbeiter, die von den flüchtigen Tätern offenbar mit einer Waffe bedroht und gefesselt wurden, unversehrt. Kurz nach 23 Uhr betraten Spezialkräfte der Polizei den Baumarkt, um die Gänge abzusuchen. Gegen 23.45 Uhr wurde die Suche beendet - jedoch leider ohne Erfolg. Um Mitternacht zogen sich die Spezialkräfte dann zurück. Von den Tätern fehlte jede Spur. Ob sie mit oder ohne Beute entkommen konnten, ist unklar. Es sieht jedoch danach aus, dass die Beute, wenn überhaupt, recht gering war.

Wie die Polizei am Freitagmorgen berichtete, war der Tathergang wie folgt: Die beiden betroffenen Mitarbeiter wollten am Donnerstag gegen 20.30 Uhr die Eingangstür des Baumarktes an der Walter-Sauer-Straße abschließen. Dabei wurden der 31-Jährige aus Castrop-Rauxel und der 49-Jährige aus Olfen von zwei Männern mit Waffen bedroht. Sie zwangen die Angestellten zurück in den Baumarkt, fesselten sie und drängten sie in den Tresorraum. Dort erbeuteten sie Münzgeld und ließen die gefesselten Mitarbeiter zurück. Einer der Mitarbeiter konnte die Polizei verständigen und anschließend sich und seinen Arbeitskollegen aus den Fesseln und aus dem Raum befreien. Da nicht klar war, ob die Täter sich noch im Baumarkt aufhielten, wurde das Gebäude umstellt und durch Spezialeinheiten durchsucht. Die beiden Angestellten wurden zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

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