Verein Pro Organo löst sich auf

Finanzierung der St.-Vitus-Orgel geht aber weiter

Zum Jahresende wird sich der Verein Pro Organo, einst gegründet, um die Restaurierung der Orgel der St.-Vitus-Kirche zu finanzieren, aufgelöst. Die Arbeit aber machen dieselben Menschen weiter. Nur eben nicht mehr als Verein.

Olfen

von Arndt Brede

, 21.11.2017, 15:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Verein Pro Organo – hier (v.l.) Thomas Hessel, Uwe Reinkober, Helmut Frye und Heiner Dieckmann, also vier der Macher – wird sich nach fast getaner Arbeit zum Ende des Jahres auflösen. Nach 14 Jahren für die Finanzierung der Orgel (im Hintergrund) in der St.-Vitus-Kirche

Der Verein Pro Organo – hier (v.l.) Thomas Hessel, Uwe Reinkober, Helmut Frye und Heiner Dieckmann, also vier der Macher – wird sich nach fast getaner Arbeit zum Ende des Jahres auflösen. Nach 14 Jahren für die Finanzierung der Orgel (im Hintergrund) in der St.-Vitus-Kirche © Foto: Arndt Brede


Im Jahr 2003 nahmen sich Frauen und Männer aus Olfen vor, sich für die Restaurierung der mehr als 125 Jahre alten und maroden Orgel in der St.-Vitus-Kirche einzusetzen. Ein Jahr später nahmen sie per Vereinsgründung offiziell die Suche nach Spenden für die Finanzierung auf. Nun also die Auflösung. Warum? Das und anderes klären wir hier.

Was ist der Grund für die Auflösung?

„Wir sind alle ehrenamtlich aktiv; als Verein müssen wir aber eine Jahreshauptversammlung abhalten, mit Protokoll, mit Jahresabschluss“, sagt Geschäftsführer Uwe Reinkober. Diesen Aufwand wollen die Pro-Organo-Macher nicht mehr betreiben, sondern die Zeit, die sie sparen, sinnvoll, aber auf andere Weise investieren.

Ist die Restfinanzierung der Orgel gesichert?

„Wir lösen den Verein zwar auf, machen aber als ,Arbeitskreis Orgelkonzerte‘ innerhalb der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus weiter, indem wir Orgelkonzerte oder ,Orgelkonzerte plus‘, also mit Orgel und Trompete etwa, zugunsten der Orgelfinanzierung veranstalten.

Wie viel Geld ist denn bisher für die Orgel zusammengekommen und wie viel ist noch zu finanzieren?

„In all den Jahren sind durch unsere Aktivitäten, durch Spenden auf unser und auf das Konto der Kirchengemeinde rund 300.000 Euro zusammengekommen, sagt Pro-Organo-Vorsitzender Heiner Dieckmann. 28.000 Euro seien noch zu finanzieren.

Was ist mit den Pro-Organo-Aktionen wie Krippencafé und Kochbüchern, deren Erlöse in die Orgel geflossen sind?

„Das Krippencafé wird der Kirchenchor St. Vitus übernehmen“, kündigt Pro-Organo-Vorsitzender Heiner Dieckmann an. Die Erlöse fließen dann nicht mehr in die Orgelfinanzierung, sondern werden für die Chorarbeit verwendet. Die restlichen Kochbücher, Bände 1 und 2, gibt es noch zu kaufen. „Als Ergänzungsgeschenk zu Weihnachten“, sagt Dieckmann. Die Bücher gibt es im Geschäft BBS Schreibwaren, Zur Geest 2B, im Bauernladen Schulze-Kökelsum, Kökelsum 2, und im Pfarrbüro St. Vitus, Kirchstraße.

Was ist mit den Orgelpfeifenpatenschaften?

Dieckmann: „Zum Ende des Jahres stellen wir die Patenschaften ein. Wer noch Pfeifenpate werden möchte, kann das bis Jahresende noch werden.“ Für ein Drittel der rund 1700 Orgelpfeifen gebe es Paten. Alle Paten und Spender werden dann in einem speziellen Buch, das dann auch die Vereinsgeschichte enthält, veröffentlicht, das dann in der Orgel hinterlegt wird und so der Nachwelt erhalten bleibt.

Kann man denn noch für die Orgel spenden?

„Spenden sind herzlich willkommen. Spendenquittungen werden aber ab dem 1. Januar nicht mehr vom Verein Pro Organo, sondern von der Kirchengemeinde ausgestellt“, so Dieckmann. Patenschaften-Flyer gibt es im Pfarrbüro.

Gibt es schon Termine für Orgelkonzerte?

Am 22. April gibt es um 17 Uhr in der Kirche ein Orgelkonzert mit Posaune zu Filmmusik. Am 1. Juli um 17 Uhr gibt es ein Orgelkonzert mit dem Kantor an St. Amandus Datteln, Michael Kemper. Im Herbst – ein genaues Datum gibt es noch nicht – lautet das Orgelkonzertmotto „Orgel rockt“.

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