Viele Änderungen an der Stever geplant

Mit interaktiver Karte

Um die Stever herum wird sich bald einiges ändern: Am Dienstagabend traf sich erstmals ein gemeinsamer Ausschuss aus Selm und Olfen um über den gemeinsamen Masterplan "WasserZwischenRäume" zu beraten. Wir haben die wichtigsten Pläne in einer interaktiven Karte zusammengefasst.

OLFEN

, 05.04.2016, 20:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viele Änderungen an der Stever geplant

Der Bauausschuss aus Olfen und der Ausschuss für Stadtentwicklung aus der Nachbarstadt brachten ein interkommunales Projekt auf den Weg. Sie empfahlen beide einstimmig den jeweiligen Verwaltungen auf Grundlage der vorgestellten Planung des Masterplans „WasserZwischenRäume“ die Beteiligung öffentlicher Träger durchzuführen.

Hochgesteckte Ziele

Der Masterplan sieht Pläne für das Gebiet zwischen Dortmund-Ems-Kanal, Stever, Funne und Ternscher See vor. Projektpartner sind neben den beiden Städten auch Graf Moritz vom Hagen-Plettenberg.

In diesem Gebiet soll sich in den nächsten Jahren viel verändern. „Die Ziele sind sicherlich hochgesteckt. Doch so sollte es sein, wenn man etwas erreichen möchte“, erklärte Thomas Fenner, Geschäftsführer des Planungsbüros FSWLA aus Düsseldorf, der den Masterplan vorstellte. Er betonte es seien viele eigenständige Bausteine, die aber auch alle zusammengehören.

Bei Gesprächen mit Genehmigungsbehörden sei es wichtig, dass man einen großräumigen Masterplan vorzeigen könne. Man habe kurz-, mittel- und auch langfristige Ziele. „Sie sollten aber immer an das Ganze denken“, so Thomas Fenner.

Vergrößerung des Sees

Zu den Bausteinen gehört zum Beispiel eine Vergrößerung des Ternscher Sees um rund ein Drittel der jetzigen Fläche. In einigen Bereichen soll eine weitere Bebauung ermöglicht werden. „Wichtig ist, dass es Orte gibt, wo der Besucher auch an den See herankommen kann“, so Fenner. So sollte man den Bereich am jetzigen Haus Seeblick zu einem Eingangsplatz mit einem Zugang zum See umgestalten. Einen weiteren direkten Zugang schlagen die Planer am gegenüberliegenden Ufer vor, dort wo die Seeerweiterung beginnen soll.

Umgestaltet werden sollte, so Thomas Fenner, der Campingplatz, der mehr an die 70er Jahre erinnere. „Vorstellen können wir uns kleine Ferienhäuser, so wie sie es in Schweden oder Dänemark gibt. Denn, wie er betonte, man wolle Touristen in die Region holen, die eine längere Urlaubszeit dort verbringen. Geplant sind zudem weitere Wegeverbindungen. „Die Wege sollten immer Rundwege sein und nicht in einer Sackgasse münden“, so Thomas Fenner.

Bedeutung für die Region

Bürgermeister Mario Löhr betonte zu Beginn der Sitzung, dieses Projekt sei für die gesamte Region von Bedeutung. „Es ist eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Olfen. Ich hoffe, dass dies auch zukünftig so weitergeht.“ Denn gemeinsam könne man viel für die Region erreichen Er bezeichnete den Masterplan als ein wichtiges Projekt für die nächsten Jahre. „Wir haben nun Pläne auf dem Tisch, mit denen wir arbeiten können“, so der Bürgermeister.

Grenzüberschreitende Entwicklung

„Dies ist ein Plan für eine grenzüberschreitende städtebaulichen Entwicklung für die nächsten Jahre“, so Bürgermeister Wilhelm Sendermann. In einem guten nachbarschaftlichen Verhältnis könne man etwas für die Region erreichen.

Der Masterplan umfasst den Bereichen zwischen Dortmund-Ems-Kanal, der Stever und dem Ternscher See. In diesem Bereich soll auch ein Projekt umgesetzt werden, dass in Olfen schon recht erfolgreich war. Im Bereich der Stever ist eine Steveraue ähnlich wie in der Steverstadt vorgesehen. Die Stever soll wieder mehr Raum erhalten. Zudem ist auch an eine Ansiedlung von Tieren, wie zum Beispiel Heckrinder gedacht.

Aussichtstürme am Kanal

Ein weiterer Baustein sind Aussichtstürme an beiden Seiten des Kanals. Die Wege zu den Türmen, von denen man eine herrliche Sicht hat, sollen über die beim Ausbau des Kanals geschaffenen Ablagerungsflächen führen. Die Bürger beider Städte werden am Montag, 11. April, um 19 Uhr in der Olfener Stadthalle über den Masterplan informiert.

So lesen Sie die Karte:

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