Vinnumer Dorfladen will mit Coffee-to-Go-Becher noch umweltfreundlicher werden

Dorfladen Vinnum

Der Vinnumer Dorfladen hat sich in Sachen Nachhaltigkeit einige Dinge einfallen lassen. Neu ist ein Pfand-Becher für Kaffeliebhaber. Und noch mehr ist geplant.

Vinnum

, 18.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vinnumer Dorfladen will mit Coffee-to-Go-Becher noch umweltfreundlicher werden

Thomas Lohmann, Sandra Burbank und Lars Hitscher vom Dorfladen stellen den FairCup Mehrwegbecher vor. © Antje Pflips

Mit dem „FairCup“ wird der „Coffee to go“ umweltfreundlich. Das Becher-Pfand-System hat der Dorfladen ab dem 14. September in seine Angebotspalette mit aufgenommen.

„Wir hatten dieses klimafreundliche System schon von Anfang an im Gedächtnis“, sagte Thomas Lohmann vom Dorfladen. Doch es gab noch viele andere Projekte, die erst Vorrang hatten. Zum 1-jährigen Bestehen und aus Anlass der Klimaschutzwoche wird nun der Mehrwegbecher eingeführt. Ihn gibt es in den Größen 0,3 und 0,4 Liter in bunten Farben. Becher mit Deckel kosten lediglich 1,50 Pfand. Sie werden in Deutschland produziert und können bis zu 500-mal gespült werden.

Neues System einmal ausprobieren

Das Material ist komplett recyclebar. „Der ist wirklich praktisch“, stellte Sandra Burbank fest. Denn nicht nur heiße oder kalte Getränke können darin transportiert werden, auch Joghurt, Müsli, Obst, Kekse, Eis oder andere Lebensmittel in kleinen Einheiten. Doch ganz neu ist das System nicht. „Unsere Kunden konnten schon immer eigene Becher mit Heißgetränken auffüllen“, berichtete Lars Hitscher.

Das können sie auch weiterhin. Denn das herkömmliche System wird weiter angeboten. Das Dorfladenteam schlägt seinen Kunden vor, das System doch einmal auszuprobieren. Wem es nicht gefalle, der könne den Becher wieder abgeben und bekomme das Pfand zurück.

Verschiedene Ideen, die die Umweltfreundlichkeit fördern sollen

Umweltfreundlichkeit ist für den Dorfladen ohnehin ein Thema. Plastik findet sich an der Frischetheke gar nicht. „Bei uns gibt es kein Zellophan zwischen Käse oder Wurst. Wir nehmen zum Trennen und Abwiegen lieber Wachspapier“. Die regionalen Produkte seien auch wirklich regional, betonte Hitscher. Obst, Gemüse, Eier, Käse und Fleisch kommen aus der Umgebung oder den Nachbarorten. Zum Einkauf liegen Stoffbeutel bereit. Oft kommt es vor, dass aus einer kleinen Besorgung ein mittelgroßer Einkauf wird und dann ist keine Tasche zur Hand.

Im Dorfladen befindet sich am Eingang ein Korb mit Einkaufsbeuteln aus Stoff, die kostenfrei ausgeliehen werden können. Beim nächsten Einkauf werden sie einfach wieder zurückgelegt. Die Becher werden von dem Mehrwegsystem „FairCup“ angeboten.

Schon in mehreren Städten

Das gibt es schon in mehreren Städten und soll auch in Olfen etabliert werden. „Ziel ist es, die Becher an mehreren Stellen anzubieten und das Verbreitungsgebiet zu vergrößern“, erklärte Hitscher. So könnte an allen Stellen der Becher wieder abgegeben werden.

Über die „FairCup App“ kann jeder sehen, wo es die Becher und die reinen Rücknahmestellen (Pfandautomaten) gibt. Das Dorfladenteam will in anderen Dingen aber auch noch weiter gehen: „Wir überlegen noch, wie wir unverpackte Lebensmittel anbieten können“, erläuterte Lohmann. Ein weiterer, wichtiger Schritt zur Umweltfreundlichkeit.

2,8 Milliarden Einwegbecher Nach Aussage von FairCup werden in Deutschland jedes Jahr 2,8 Milliarden Einwegbecher für ToGo-Getränke verbraucht. Dazu kommen viele Millionen Einweg-Verpackungen für ToGo-Verpflegung. Aps
Lesen Sie jetzt