Wieschhofschüler lernten "Nein" zu sagen

Projekt gegen Missbrauch

"Nein darf sein" heißt das Präventionsprojekt gegen sexuellen Missbrauch an der Wieschhofschule. Zwei Mitarbeiter vom Deutschen Kinderschutzbund Kreisverband Coesfeld erklärten in dieser Woche den Viertklässler, welche Berührungen in Ordnung und welche tabu sind.

OLFEN

von Von Lena Schneider

, 11.10.2013, 15:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Nein darf sein" - mit einem Präventionsprogramm zum Thema sexueller Missbrauch war der Kinderschutzbund Kreisverband Coesfeld zu Gast an der Wieschhofschule.

"Nein darf sein" - mit einem Präventionsprogramm zum Thema sexueller Missbrauch war der Kinderschutzbund Kreisverband Coesfeld zu Gast an der Wieschhofschule.

Die Viertklässler bekamen an zwei Tagen jeweils vier Schulstunden lang Besuch von den geschulten Mitarbeitern. Bei einem vorherigen Elternabend wurden auch die Erziehungsberechtigten über das Präventionsprogramm informiert.Die Kinder erarbeiteten spielerisch, was es heißt, seine eigene Meinung zu sagen. „Sie sollen lernen, dass es in Ordnung ist, wenn man Nein sagt“, erklärte Petra Deuker. Das Selbstwertgefühl der Kinder wird beispielsweise durch eine einfache Übung gestärkt: Auf dem Boden einer Kiste klebt ein Spiegel. Den Kindern wird gesagt, dass sich in der Kiste das Wertvollste auf der Welt befindet.  „Es ist toll dabei zuzusehen, wie manche Schüler nach einem Blick in die Kiste erstaunt und glücklich sind“, sagte die Schulleiterin.

Sie kritisiert, dass das Land dieses Projekt nicht für Schulen fördert. „Es wird auf jährliche Zahnarztbesuche und Fahrradprüfungen in den Schulen bestanden, aber für wichtige Präventionsprojekte bekommen wir kein Geld.“ Um „Nein darf sein“ trotzdem durchführen zu können, übernehmen die Volksbank, die Sparkasse, der Förderverein und das Netzwerk „roterkeil.net“ je einen Teil der Kosten.

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