Wilhelm Sendermann geht als CDU-Mann in den Bürgermeister-Wahlkampf

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Die Olfener CDU-Spitze räumt unumwunden ein: Für die Bürgermeister-Wahl 2020 hatte sie nie einen „Plan B“. Warum auch? Wilhelm Sendermann tritt erneut an. Die Ziele sind klar formuliert.

Olfen

, 12.11.2019, 11:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Starke 87,4 Prozent aller abgegebenen Stimmen konnte Wilhelm Sendermann bei seiner ersten Wahl 2015 für sich verbuchen. Ob er wie damals auch 2020 keinen Gegenkandidaten hat, steht bislang nicht fest. Festgelegt hat sich aber bereits die CDU. Ohne Überraschung.

„Der Beschluss im Vorstand für Wilhelm Sendermann war einstimmig“, sagt der Parteivorsitzende Klaus Düllmann. Er sichert Wilhelm Sendermann „die volle Unterstützung der Partei im Wahlkampf“ zu. Das soll auch für alle Bürger deutlich werden. Wenn die Mitglieder im Frühjahr zustimmen, wird Sendermann wieder auf Listenplatz 1 der CDU stehen.

Wilhelm Sendermann stellt sich als CDU-Mann zur Wahl

„Ich bin getragen und gewünscht von der CDU“, sagt der Bürgermeister und macht damit deutlich, dass er mit dem „Ticket“ der Christdemokraten in den Wahlkampf geht. Die Christdemokraten bereiten seit dem Spätsommer die am 13. September 2020 stattfindende Kommunalwahl vor.

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Und anders als 2015 haben Bürger gleich mehrere Stimmen. Die Olfener wählen einen Bürgermeister und einen Landrat. Zudem entscheiden sie über die neue Zusammensetzung des Kreistages und „ihres“ Stadtrates. Im Rat wird es auf jeden Fall Veränderungen geben.

Bis Jahresende will die Partei die Personalgespräche abschließen

„Einige Ratsmitglieder scheiden aus“, sagt der Fraktionsvorsitzende Christoph Pettrup ohne Namen oder Zahlen zu nennen. Für die CDU sei es „kein Problem, die 16 Wahlbezirke zu besetzen.“ Es gehe der Partei um ein „Abbild der Bürgerschaft“.

Verschiedenste Berufsgruppen sollen für die Christdemokraten antreten. Der Fraktionsvorsitzende räumt ein, dass der Anteil der Frauen in der Fraktion gering sei. „Wir wollen ihn möglichst erhöhen.“ Bis Ende des Jahres will die Partei die Personalgespräche abgeschlossen haben.

Bei der ersten Kandidatur war ein Anschluss bereits geplant

Bürgermeister Wilhelm Sendermann (53) hat nach eigener Aussage „keinen Sommer Bedenkzeit für eine zweite Kandidatur benötigt“. Bereits bei seiner ersten Kandidatur sei ein Anschluss geplant gewesen. Vor der jetzt getroffenen Entscheidung habe er sich aber natürlich mit seiner Frau abgestimmt.

„Die Situation ist nicht einfacher geworden“, sagt Wilhelm Sendermann. Diese Einschätzung des Bürgermeisteramtes teilen offensichtlich Amtskollegen in der Region. Im Gegensatz zur früheren Jahren gibt es auch im Kreis Amtsinhaber, die deutlich vor dem Rentenalter auf eine erneute Kandidatur verzichten und sich beruflich neu orientieren.

Neue Entwicklung: Amtsinhaber verzichten auf Kandidatur

Dazu gehören beispielsweise Dr. Bert Risthaus (Ascheberg) und Raesfelds Bürgermeister Andreas Grotendorst. Andere Amtsinhaber wie Dietmar Bergmann in Nordkirchen bewerben sich um eine weitere Amtsperiode. Noch nicht erklärt hat sich hingegen der Sprecher der Bürgermeister im Kreis Coesfeld, Richard Borgmann (Lüdinghausen).

Wilhelm Sendermann richtet hingegen den Blick nach vorne. Wenn ihn die Bürger im Amt bestätigen, will er „weiter Bürgermeister aller Fraktionen sein“ und Olfen „zukunftsfest“ machen. Dazu gehört für den Bürgermeister, dass auch am Ende der Wahlzeit die Steverstadt schuldenfrei ist.

Olfen will weiter investieren und gleichzeitig schuldenfrei bleiben

Gleichzeitig will Sendermann weiter in die Infrastruktur investieren. Dazu gehört ein Um- und Anbau des Rathauses, eine Sanierung des Schwimmbades und der angrenzenden Sporthalle. Fest geplant ist auch ein kompletter Austausch der Straßenbeleuchtung.

In Zusammenarbeit mit der GENREO (Gesellschaft zur Nutzung regenerativer Energie in Olfen) sollen alle 1310 Leuchtenköpfe in der Stadt auf LED-Technik umgerüstet werden, um so einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Kosten entstehen für die Bürger nicht.

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