100 Rennradfahrer übernachten in Raesfeld

Rennfietsen Tour

Rund 100 Rennradfahrer der siebten Rennfietsen Tour Münsterland werden am späten Freitagnachmittag, 15. Mai, in Raesfeld erwartet. Dort schlagen sie ihr Nachtlager an der Zweifach-Sporthalle „Zum Michael“ auf.

RAESFELD

, 09.04.2015, 17:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
100 Rennradfahrer übernachten in Raesfeld

2013 waren die Teilnehmer der Rennfietsen Tour in Dorsten zu Gast. In diesem Jahr werden sie in Raesfeld erwartet.

Die Übernachtung hat der Erler Holger Lordieck organisiert. Sein Volleyballteam hat Hilfe bereits zugesagt, die Mitglieder seines Bike-Treffs auch. Es ist Hilfe, die Lordieck auch braucht. Denn der Erler fährt die rund 600 Kilometer lange Strecke, die an vier Tagen quer durchs Münsterland führt, selbst mit. Hilfe zu finden, das war für Lordieck kein Problem. „Raesfeld hat viele engagierte Ehrenamtliche. Ich bin sofort auf offene Türen gestoßen“, sagt er. Vermutlich auch, weil die Rennfietsen Tour eine Aktion für den guten Zweck ist. Alle Teilnehmer suchen im Vorfeld eigene Sponsoren.

Längste Tagesetappe

Wenn die Radfahrer in Raesfeld ankommen, haben sie die längste Tagesetappe der Tour hinter sich. Am Wasserschloss werden sie begrüßt. Ein Kuchenbuffet hat Lordieck dort auch schon organisiert. Für etwa fünf Minuten müssen die Teilnehmer noch einmal aufs Rennrad steigen, dann haben sie ihre „Herberge“, die Zweifachsporthalle erreicht. Abendessen und Frühstück gibt es in der Turnhalle. Dass die Rennradfahrer mit Schlafsäcken und -matten in Turnhallen übernachten, gehört zum Konzept. „Wir mögen es einfach, aber herzlich“, sagt Lordieck. Zweimal ist der Erler bereits bei der Tour mitgefahren. Im vergangenen Jahr bot er an, auch Raesfeld zum Etappenort zu machen. Die Organisatoren nahmen sein Angebot gerne an.  Etwa 150 bis 200 Kilometer fährt Lordieck nun jede Woche, um sich fit zu halten – mal alleine, mal mit seinem Bike-Treff. „Der gute Zweck ist eine hohe Motivation für die Teilnehmer. Das bringt ein tolles Miteinander mit sich.“ 

Guter Zweck

Der Erlös der Tour wird zu 100 Prozent an zwei Hilfsorganisationen gespendet. Die Stiftung Agapedia (1995 von Jürgen Klinsmann gegründet) baut Projekte zur Förderung hilfsbedürftiger Kinder auf. Das Netzwerk roterkeil.net engagiert sich in der Bekämpfung von Kinderprostitution und Kinderpornografie. Bei der Rennfietsen Tour 2014 kamen rund 28 000 Euro zusammen.

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