25 Adoptionen im letzten Jahr

KREIS BORKEN 25 Adoptionen sind im vergangenen Jahr über die Adoptionsvermittlungsstelle, die der Kreis Borken mit den Städten Ahaus, Borken und Gronau betreibt, abgewickelt worden. Das sind neun mehr als im Jahr 2006.

08.01.2008, 14:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dabei handelt es sich nur in sieben Fällen um die Adoption fremder Kinder. Weiter fortgesetzt hat sich dagegen der Trend, dass der neue Partner nach einer Scheidung die Kinder der Ehefrau oder des Ehemannes adoptiert. Insgesamt 15 Mal kam es vergangenen Jahr zu solch einer Stiefkinderadoption, drei Mal wurden Verwandte adoptiert.

„Die Vielzahl der Bewerber, die sich eine Fremdadoption wünschen, steht einer nur kleinen Zahl an Kindern gegenüber, die zur Adoption freigegeben werden", erklärt Ruth Rösing von der Vermittlungsstelle in Stadtlohn. Nur wenige Eltern, die ihr Kind nicht selbst versorgen können, seien bereit in eine Adoption mit allen weitreichenden Konsequenzen einzuwilligen. Eine Alternative sei die Vermittlung in Pflegefamilien, und die nehme kontinuierlich zu. „Eine Reihe von Bewerbern, die sich zunächst für die Aufnahme eines Adoptivkindes beworben haben, entscheidet sich letztlich für die Vermittlung eines Pflegekindes in ihren Haushalt", so Rösing.

Kind steht  im Mittelpunkt

„Adoptionsvermittlung ist eine Leistung der Jugendhilfe", unterstreicht Fachbereichsleiter Hans-Josef Overmann. Wenn sich Eltern außerstande sehen, für ihr Kind zu sorgen und trotz familienunterstützender Hilfen die Eigenverantwortung nicht wahrnehmen können, komme eine Adoption in Betracht. Dabei stehe selbstverständlich das Kind mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt. So besteht vor allem die Notwendigkeit, die für das jeweilige Kind am besten geeigneten Eltern zu finden.

Adoptivbewerber müssen dabei die Tatsache akzeptieren, ein Kind fremder Eltern aufzunehmen und diese Besonderheit in ihr Leben und das des Kindes zu integrieren. Weitere Kriterien, die von der Adoptionsvermittlungsstelle geprüft werden, sind Einfühlungsvermögen in kindliche Bedürfnisse, Belastbarkeit und persönliche Eignung.

 

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