Arbeiten an 380-kV-Leitung gut angelaufen

Ortstermin mit Studenten

Studenten der Universität Bonn haben sich mit der geplanten 380-kV-Leitung auf Raesfelder Gemeindegebiet beschäftigt. Die Arbeiten dafür liegen voll im Zeitplan.

RAESFELD

, 13.06.2014, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
fast wie bei einer Autobahn sieht derzeit die Baustelle für die 380-kV-Leitung in Raesfeld aus.

fast wie bei einer Autobahn sieht derzeit die Baustelle für die 380-kV-Leitung in Raesfeld aus.

„Aus Stromsicht hat dieses Pilotprojekt der Erdverkabelung für unseren Kreis keine Bedeutung. Wir werden nicht mehr oder weniger Strom erzeugen, aber es ist ein guter Beitrag zur Energiewende. Und alle Augen sind auf Raesfeld gerichtet“, so Andreas Grotendorst, der seine Gemeinde als eine Pionierregion sieht. „Am Anfang war ich sehr Pro – jetzt steht ein großes Fragezeichen im Raum, denn das Bauprojekt hat die Dimension einer Autobahn.“ Wie sind später die Auswirkungen auf die Landwirtschaft, gibt es Ertragseinbußen? „Fragen die ungeklärt sind, aber wir haben es auf uns genommen diese Trasse zu akzeptieren“, sagte Grotendorst. Als direkter Anwohner staunt Peter Süthold immer noch über die Trasse, die 40 Meter an seinem Haus vorbei läuft. „Anfänglich stellte ich mir das Projekt als eine Art Drainage vor. Sehe aber jetzt eine 500 Meter lange Baustelle.“ Er hoffe, dass Bodenschutz eingehalten werde und nicht so schlampig gearbeitet wird, „wie vor 30 Jahren, wo die Spuren der damaligen Masten immer noch sichtbar sind“, so Süthold.

Sehr gesichert ist aus Sicht von Grotendorst die spätere Verfüllung von gesunder Erde. Hierfür wurde Bodenschutzkonzept in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Matthias Weyer und der Fachhochschule Süd-Westfalen erstellt. „Darüber hinaus gibt ein Institut für Hydro- und Umweltgeologie „Geonovo“ welches extra für das Thema Bodenschutz angestellt wurde. „Hier wird täglich extra ein Mitarbeiter abgestellt, der immer vor Ort ist“, sagt Grotendorst.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt