Baustelle um die Silvesterkirche wird Erler ein halbes Jahr begleiten

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Auf ein halbes Jahr Baustelle rund um die Silvesterkirche müssen sich die Erler einstellen. Ein Wunsch der UWG geht dabei in Erfüllung.

Raesfeld

, 29.05.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum symbolischen Spatenstich trafen sich Vertreter der St. Martin-Kirchengemeinde, der Verwaltung und der Firma Beckmann Straßenbau am Donnerstag im Schatten der Silvesterkirche. „Ein schöner Anlass“, so Pfarrer Michael Kenkel, der darauf hinwies, dass die Planungen bereits weit vor seiner Raesfelder Zeit begonnen wurden.

Kanalisation wird als erste erneuert

Die Notwendigkeit, so der Erste Beigeordnete Martin Tesing, ergab sich nun durch die kaputte Kanalisation unter dem Pflaster. Diese werde auch als erste erneuert, ließen Sascha Herud und Jan Katzenski von der Firma Beckmann Straßenbau wissen, die die Bauarbeiten ab Mitte Juni durchführen wird.

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Oberirdisch sei die Barrierefreiheit eines der wichtigsten Anliegen gewesen, so Bürgermeister Andreas Grotendorst. Bislang ist die Kirche nur an einer Seite barrierefrei zu betreten. Das soll auch während der gesamten Baumaßnahme weiter möglich sein, da in Bauabschnitten gearbeitet wird. Erst wenn das Hauptportal barrierefrei ist, werde man den derzeit barrierefreien Eingangsbereich angehen, so Herud.

Sascha Herud und Jan Katzenski von der Firma Beckmann Straßenbau zeigen das holländische Klinkerpflaster, dessen aufgeraute Oberfläche auch bei Feuchtigkeit und Frost trittsicher sein soll.

Sascha Herud und Jan Katzenski von der Firma Beckmann Straßenbau zeigen das holländische Klinkerpflaster, dessen aufgeraute Oberfläche auch bei Feuchtigkeit und Frost trittsicher sein soll. © Berthold Fehmer

Eine Probe des Klinkerpflasters, um das es einige Diskussionen gegeben hatte, hatten Herud und Katzenski mitgebracht. Dieses sei „gesandet“. „Man fällt nicht hin, auch wenn es friert oder feucht ist“, so Grotendorst über die raue Oberfläche.

Viele Gedanken haben sich die Planer um die unterschiedlichen Höhen im Gelände gemacht. Zum St. Silvester Haus und Tagespflege der Caritas führt nach Abschluss der Arbeiten eine neue Rampe, die in der Mitte eine Fläche zum Ausruhen bieten werde, so Bernhard Kösters von der Bauverwaltung. Das Betreute Wohnen soll künftig auf der jetzigen Parkplatzfläche erweitert werden, dazu kommt eine Demenz-Wohngruppe. Für einen 3500-Einwohner-Ort sei das schon ein gutes Angebot, so Grotendorst.

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Auch Sitzgelegenheiten werden in die Rampe integriert. Neun Sitzmöglichkeiten sollen um die Kirche verteilt werden. 18 Bäume (Rot- und Spitzahorn) werden gepflanzt. Auch ein Bücherschrank, von der UWG gefordert und laut Grotendorst gesponsert von innogy, soll aufgestellt werden. Strompoller sollen für Gemeindefeste oder auch die Lasermessen künftig ausreichend Energie mitbringen.

„Schöne neue Mitte für Erle“

„Eine schöne neue Mitte für Erle“ erwartet Grotendorst nach Abschluss der Arbeiten. 625.000 Euro werden diese kosten, 250.000 Euro davon stammen aus Landesmitteln („Dorferneuerung“). Am 27. November sollen laut Kösters die Umbauarbeiten am Erler Kirchplatz beendet sein.