Eine Erweiterung der Spielmöglichkeiten ist am Naturerlebnisgelände am Schloss Raesfeld geplant. © Gemeinde Raesfeld
Schloss Raesfeld

Besuchermagnet Schloss Raesfeld wird weiter ausgebaut

Die Spiel- und Freizeitmöglichkeiten rund um das Schloss Raesfeld sollen weiter ausgebaut werden. In einem Punkt glaubt die UWG-Fraktion aber, dass die Politik übergangen wurde.

Die Erweiterung des Naturerlebnisgeländes am Schloss soll neue Spielanreize schaffen – auch für die Altersgruppe der Unter-Dreijährigen, für die unter anderem ein kleines Theater- und Musik-Spielhaus geplant ist.

2012 wurde das Naturerlebnisgelände am Tiergarten des Schlosses Raesfeld errichtet. Schloss und Tiergarten haben sich in den letzten Jahren immer mehr zum Besuchermagneten entwickelt, was vor allem an den Wochenenden gut zu beobachten ist.

Neben Klettermöglichkeiten ist auch ein Spielhaus für kleinere Kinder geplant. Vor allem die Unter-Dreijährigen sollen dort ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Neben Klettermöglichkeiten ist auch ein Spielhaus für kleinere Kinder geplant. Vor allem die Unter-Dreijährigen sollen dort ihrer Kreativität freien Lauf lassen. © Gemeinde Raesfeld © Gemeinde Raesfeld

Auch das Naturerlebnisgelände hatte daran seinen Anteil: „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass das Gelände sehr gut angenommen und besucht wird. Daher sollte das Gelände überarbeitet und noch attraktiver gestaltet werden“, so Rita Flueck von der Bauverwaltung.

Balancier-Balken und Klettergerüste

91.500 Euro will die Gemeinde dafür in die Hand nehmen. Das Balancieren und Klettern sollen gefördert werden durch Balancier-Balken, gespannte Seile und Klettergerüste. „Auch der Bezug zum Schloss Raesfeld soll durch einen entsprechenden Spielturm erkennbar sein“, so Flueck über den geplanten Balancier-Pfad, dessen Turm sogar eine Rutsche bekommt.

Eine Federwippe, eine Doppelwippe sowie eine Pendelschaukel kommen hinzu. Aus Robinienholzstämmen sollen die Geräte gefertigt werden, da sie sich durch Langlebigkeit auszeichnen sollen. Weitere Details sollen in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses (8. März, 18 Uhr) vorgestellt werden.

Bürgerbeteiligung beantragt

Eine Stunde zuvor, um 17 Uhr, tagt der Planungsausschuss, der sich unter anderem mit einem Antrag der UWG zur Durchführung einer Bürgerbeteiligung bei der Planung des Mehrgenerationen-Freizeitgeländes Raesfeld beschäftigt. Dieses soll am Freiter Pättken ebenfalls in Schlossnähe entstehen.

Die Verwaltung empfiehlt, den Antrag abzulehnen. Die Planung sei im Dorfentwicklungskonzept auf Anregung der Bürgerstiftung entstanden und da habe es bereits eine Bürgerbeteiligung gegeben. Im Planungsausschuss seien Pläne am 2. September 2019 vorgestellt und einstimmig beschlossen worden. Eine Fördermittelzusage über fast 99.000 Euro liege vor, so Hubert Nienhaus von der Bauverwaltung.

Pläne wurden noch einmal angepasst

Nach der Sitzung seien aus Bürgerschaft und Vereinen (unter anderem Raesfelder Volleyballgemeinschaft) Wünsche geäußert worden, neben dem Mehrgenerationenspielplatz ein Freizeitgelände vorzusehen, wo unter anderem eine Boule-Anlage oder ein Wassertretbecken Platz finden könnten. „Infolgedessen wurde die zunächst für den Mehrgenerationenspielplatz vorgesehene Fläche aufgrund der zu geringen Größe getauscht und die Gesamtplanungen nochmals den Ideen der Bürgerstiftung und der Raesfelder Volleyballgemeinschaft angepasst“, so Nienhaus.

Erneuten Förderantrag gestellt

Aufgrund der neuen Planung habe die Verwaltung am 22. September 2020 erneut einen Förderantrag an die Bezirksregierung Münster gestellt: dieses Mal über 247.500 Euro. „Die Verwaltung geht davon aus, dass eine mögliche Förderzusage im Frühjahr zu erwarten ist“, so Nienhaus. Die Planung könne zwar „in Details noch angepasst“, aber in den Grundzügen nicht mehr verändert werden. Die abschließende Planung solle interessierten Bürgern in einer öffentlichen Infoveranstaltung vorgestellt und diskutiert werden.

Für Johannes Lülf, UWG-Fraktionsvorsitzender, steht fest, dass es nun „dringend geboten“ sei, dem Planungsausschuss die neuen Pläne vorzulegen. „Bisher waren die Gepflogenheiten regelmäßig so, dass die politischen Gremien bei solchen Projekten von der Verwaltung vor der Beantragung von Fördermitteln eingebunden werden, um dem Primat der Politik Rechnung zu tragen.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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