Die Inzidenz im Kreis Borken ist zu Freitag deutlich gestiegen. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Corona: Inzidenz steigt im Kreis Borken – 0-19-Jährige bei 103,1

Um 12,9 ist die Inzidenz im Kreis Borken zu Freitag angestiegen. Vor allem durch einen Sprung bei 0-19-Jähriegen von 66,6 auf 103,1. Wer sich gerade wo ansteckt, hat der Kreis analysiert.

Der starke Anstieg bei der Inzidenz dürfte vor allem dem Schulstart geschuldet sein. Seit Mittwoch werden Kinder und Jugendliche wieder deutlich mehr getestet als vorher. Die Gesamtinzidenz stieg von 44,2 auf 57,1. 82 neue Infektionen wurden dem Kreis gemeldet. Die Zahl der Infizierten stieg um 73 auf 399. In Raesfeld ist weiterhin nur eine Person aktuell infiziert.

Das Kreisgesundheitsamt Borken hat die Infektionsfälle der vergangenen Woche, also vom 9. bis 15. August, analysiert. Die Zahl der Neuinfektionen stieg weiter an auf 186 Neuinfektionen (Vorwoche 123). Vor allem der Nordkreis ist betroffen, in dem 109 der neuen Fälle zu verorten waren. „Kein exponentielles Wachstum, aber stetig steigende Zahlen“, so der Kreis.

Viele Reiserückkehrer infiziert

Wer steckt sich wo an? Das Kontaktermittlungsteam des Gesundheitsamts fand heraus, dass 67-mal Reiserückkehrer (36 Prozent), vor allem aus aus Süd- und Osteuropa (55) sich infiziert hatten. 48 Menschen steckten sich im häuslichen oder engen privaten Bereich an (25,8 Prozent). 10 Infektionen bei Feiern (5,4 Prozent) und 3 am Arbeitsplatz (1,6 Prozent) spielten eine untergeordnete Rolle. „In 58 Fällen konnten Infizierte keine weiteren Angaben zu einer möglichen Infektionsquelle machen“, so der Kreis. Das waren 31,2 Prozent der Fälle.

135 der 186 infizierten Personen (73 Prozent) waren nicht geimpft. 51 mindestens einfach geimpft, davon 32 vollständig geimpft, aber womöglich nicht vollständig immunisiert. Letztere hatten keine oder nur geringe Symptome.

Jüngere sollen sich impfen lassen

Der Schwerpunkt der Infektionen liegt mit 60 Prozent (142 Personen) in den Geburtsjahrgängen 1980 und jünger. Landrat Kai Zwicker wirbt gerade in der Altersgruppe der unter 40-Jährigen dafür, die Impfangebote wahrzunehmen: „Die Impfung ist und bleibt der nachweislich beste Weg, sich selbst und andere bestmöglich vor einer Infektion zu schützen!“

Gleichzeitig appelliert der Landrat, weiter die Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Zudem sollten gerade die Ungeimpften Testmöglichkeiten nutzen. Alle Betroffenen, auch vollständig Geimpfte, sollten Krankheitssymptome schnellstmöglich abklären, so der Landrat.

Situation in Krankenhäusern ist entspannt

Die Situation in den Krankenhäusern ist gleichbleibend. 10 Patienten wurden wegen Corona behandelt, zwei zeitweilig auf der Intensivstation.

Überdurchschnittlich ist die Impfquote im Kreis. 65,4 Prozent waren zum 18. August vollständig geimpft. Das sind 74 Prozent bezogen auf die Bevölkerung ab 12 Jahren. „Da dem Kreis Borken die Impfzahlen der Betriebsärzte nicht vorliegen, wird die tatsächliche Zahl der geimpften Personen noch größer sein.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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