Geradezu abgestürzt ist die Wocheninzidenz ab Heiligabend im Kreis Borken. © Kreis Borken
Coronavirus

Corona: Vier weitere Todesfälle im Kreis Borken

Vier weitere Todesfälle nach Corona-Infektionen meldet der Kreis Borken. Die Wocheninzidenz sinkt leicht. Wirkt der Lockdown oder zeigen die Zahlen ein falsches Bild?

Im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion habe es in den vergangenen Tagen vier weitere Todesfälle gegeben, so der Kreis in einer Mitteilung. Verstorben sind eine 63-jährige Frau aus Bocholt, eine 91-jährige Frau aus Vreden, ein 90-jähriger Mann aus Isselburg und eine 89-jährige Frau aus Südlohn. 138 Todesfälle sind seit Beginn der Corona-Pandemie zu verzeichnen.

Als aktuell infiziert gelten laut Kreis 494 Personen. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt mit 28 neu gemeldeten Fällen bei 6.908. 6.276 Personen davon sind inzwischen gesundet, ein Zuwachs von 73 gegenüber dem Vortag.

Wocheninzidenz sinkt leicht

Die „7-Tage-Inzidenz“, also die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen, beträgt im Kreis Borken laut Berechnung des Kreisgesundheitsamtes aktuell 73,2 pro 100.000 Einwohner, 0,6 weniger als am Vortag. Der Meldewert des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG) beläuft sich auf 72,2.

In Raesfeld gelten derzeit zwölf Personen als aktuell infiziert. Diese Zahl hat sich trotz einer Neuinfektion nicht verändert, da im gleichen Zeitraum eine Person als gesundet eingestuft wurde. Insgesamt 220 Infektionen gab es bislang in der Gemeinde, drei Menschen sind bislang nach einer Infektion gestorben.

Stabilisierung bei der Wocheninzidenz

Bei der gemeldeten Wocheninzidenz im Kreis Borken scheint derzeit eine Stabilisierung einzutreten. Noch am 23. Dezember hatte der Kreis mit einem Wert von 202,2 seinen bisherigen Höchststand erreicht. Über die Weihnachtsfeiertage fiel der Wert auf 131,1 (27. Dezember) und bis zum 30. Dezember auf 79,4. Nun liegt die Wocheninzidenz bei 73,2.

Bekanntermaßen wurde über die Feiertage und den Jahreswechsel weniger getestet. Wie valide sind also die Zahlen, die nun gemeldet werden? Diese Frage ist selbst für Experten auf Bundesebene derzeit schwer zu beantworten.

Absturz des Inzidenzwerts ist ungewöhnlich

Schaut man sich die Entwicklung der Wocheninzidenz seit Pandemie-Beginn in der grafischen Darstellung an, fällt auf, dass sich der Wert bislang in „Wellenform“, mal steiler, mal flacher, verändert hat. Ab dem 23. Dezember zeigt die Grafik einen regelrechten Absturz des Inzidenzwerts.

Ein solch rapiden Absturz würden sich sicherlich wohl alle wünschen, doch mit den bisherigen Erfahrungen in neun Monaten Pandemie deckt er sich eher nicht. Die Zahlen der nächsten Tage und Wochen werden erst zeigen, welche Effekte der Lockdown und die Weihnachtsfeiertage haben.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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