In vielen Städten gibt es weniger Schwimmkurse für Anfänger, auch in Lünen ist die Anzahl der Plätze drastisch zurück gegangen. © picture-alliance/ gms
Coronavirus

Coronavirus bremst die Schwimmer aus – „Situation ist sehr schwierig“

„Was kann die Gemeinde tun, damit das Schwimmen wieder möglich ist?“ Diese Frage stellte Ursula Weiß im Rat. Doch die Antwort dürfte ihr nicht gefallen haben.

Stark eingeschränkt sind derzeit die Möglichkeiten für Raesfelder Schwimmer. Im Ort selbst gibt es nur das Lehrschwimmbecken der Sebastian-Schule und da ist derzeit kein Wasser drin, wie Bürgermeister Andreas Grotendorst ausführte. Aufgrund der Corona-Pandemie habe man sich mit Schule und Gesundheitsamt dazu entschlossen, vorerst bis zu den Herbstferien keinen Schwimmunterricht anzubieten. Das Becken sei leer, „auch aus Kostengründen“, wie Grotendorst sagte.

Ursula Weiß hatte die Frage aufgeworfen, da besonders Schulkinder und Ältere, die Kurse beim Bildungswerk Raesfeld belegten, unter anderem Wassergymnastik, derzeit kaum Möglichkeiten zum Schwimmen haben. „In anderen Orten ist das wieder möglich“, so Weiß.

„Die Situation ist sehr schwierig“

„Die Situation ist sehr schwierig“, sagte auch Grotendorst. Denn im Freizeitbad „Aquarius“ in Borken fiel die Badesaison aufgrund von Sanierungs- und Renovierungsarbeiten aus. Der Badebereich soll wieder zu den Herbstferien eröffnet werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie müsse man aber die Infektionslage im Blick behalten und dann entscheiden. Grotendorst: „Die Priorität liegt bei den Schulen“, also beim Schwimmunterricht – für Vereine sei die Situation unglücklich. „Wir werden nach den Herbstferien neue Informationen haben“, und dann werde sich die Gemeinde erneut mit der Schule abstimmen.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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