Darum wird der nächste Weihnachtsmarkt auf dem Preen´s Hoff der letzte sein

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Der Weihnachtsmarkt auf Preen´s Hoff bot immer ein stimmungsvolles Ambiente und ist als „Geheimtipp“ überregional beliebt. Doch der 26. Markt wird auch der letzte sein. Das sind die Gründe.

Raesfeld

, 17.09.2019, 14:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ganz klein angefangen“, sagt Karin Schulte-Kellinghaus vom Preen´s Hoff, habe ihre Mutter Lucia Schulte-Kellinghaus vor 26 Jahren. „Im Gastraum und Vorraum waren die Stände. Dann ist das immer mehr gewachsen.“ Etwa 7000 Gäste, schätzt Karin Schulte-Kellinghaus, waren in den vergangenen Jahren durchschnittlich an den zwei Tagen beim Weihnachtsmarkt auf dem Hof, Sundern 20 in Erle.

Darum wird der nächste Weihnachtsmarkt auf dem Preen´s Hoff der letzte sein

Vorweihnachtliches Ambiente bot der Weihnachtsmarkt auf Preen´s Hoff. © Archiv

Das Wachstum des Markts blieb nicht ohne Folgen. „Das ist zum Familienevent geworden“, sagt Karin Schulte-Kellinghaus. „Die ganze Familie steckt drin und wir brauchen viel Personal.“ Drei, vier Wochen brauche man, um den Hof vorher „in Schuss“ zu bringen, nach dem Event zwei Wochen für nachträgliche Arbeiten. Am dritten Advent, beim Weihnachtsmarkt, seien immer 15 bis 20 Leute im Einsatz gewesen.

„Wahnsinniger Bekanntheitsgrad“

Nicht nur in der näheren Umgebung wurde der Weihnachtsmarkt zum Geheimtipp. „Er hat einen wahnsinnigen Bekanntheitsgrad“, so Schulte-Kellinghaus, was man an den Kennzeichen der parkenden Autos erkennen konnte.

Am 14. und 15. Dezember wird es noch einen Weihnachtsmarkt geben - dann ist Schluss. Der Grund: „Wir haben so viele Feste, so viele Feiern über das ganze Jahr verteilt, das geht mittlerweile in den Herbst und in den Winter rein.“ Und im Januar fange es wieder an. Auch das Schlafen im Heu sei erfolgreich. Bei den Sieben-Tage-Wochen, die Karin Schulte-Kellinghaus hat, bedeutete das: „Wenig Luft.“

„Es muss alles leistbar sein“

„Was wir machen, wollen wir gut machen“, sagt Karin Schulte-Kellinghaus. Da die Zeit mittlerweile fehle, habe sich die Familie gefragt, was man abstoßen könne. „Es geht halt nicht alles.“ Da der Weihnachtsmarkt sehr arbeitsaufwendig ist und auch ein bisschen vom Wetter abhängig sei, wurde die Entscheidung getroffen. „Wir sind und bleiben ein Familienbetrieb - es muss alles leistbar sein“, so Karin Schulte-Kellinghaus.

Weihnachtsmarkt 2019 Samstag (14. Dezember) von 11 bis 20 Uhr; Sonntag (15. Dezember) von 11 bis 19 Uhr; Eintritt: 2 Euro (Kinder bis 14 Jahre frei)

Ihr Vater Josef Schulte-Kellinghaus, der wie die Kinder Lennart, Antonia und Katharina noch auf dem Hof mitarbeitet, gibt den Weihnachtsmarkt nur ungern auf. Doch am 14. und 15. Dezember wird es noch einmal Ambiente, Geschichtenerzählerin auf dem Heuboden, Kinderwerkstatt, Kunsthandwerk und Liveband geben. Josef Schulte-Kellinghaus: „Wenn die Kinder mal älter sind, können sie den Weihnachtsmarkt vielleicht irgendwann wieder einführen.“

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