Demnächst elf Freifunk-WLANs in Erle

Infoveranstaltung

Drei Freifunk-Hotspots mit kostenlosem WLAN gibt es bereits in Erle. Acht weitere Erler wollen ebenfalls Freifunk-WLAN anbieten. Dies ist das Ergebnis einer Informationsveranstaltung am Donnerstagabend im Saal von Brömmel-Wilms.

Erle

, 22.04.2016, 17:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Flächendeckend in Erle online gehen - ein Projekt der Volksbank Erle. Zu einem Informationsabend luden die Bänker Maurice Wendt, Michael Weddeling und Ralf Steiger die "Macher" von ?Freifunk Westmünsterland e.V.i.G? Frank Könning, Guido Stoltmann  und Lucas Kriebel ein (v. l.).

Flächendeckend in Erle online gehen - ein Projekt der Volksbank Erle. Zu einem Informationsabend luden die Bänker Maurice Wendt, Michael Weddeling und Ralf Steiger die "Macher" von ?Freifunk Westmünsterland e.V.i.G? Frank Könning, Guido Stoltmann und Lucas Kriebel ein (v. l.).

Eingeladen hatte die Erler Volksbank interessierte Bürger sowie den Geschäftsführer Frank Könning und den Vorsitzenden Guido Stoltmann von „Freifunk Westmünsterland e.V.i.G“. „Interessant wird freies WLAN dann, wenn die Benutzer über ihren Provider keinen guten Empfang haben“, sagte Könning. Er erläuterte das kostenlose Angebot, das der Verein bereits an 200 Punkten im Münsterland eingerichtet hat. „Je mehr Bewohner sich dafür entscheiden desto interessanter ist das Projekt.“

"Störerhaftung"

Wie sieht es aber mit der „Störerhaftung“ aus? Was, wenn das WLAN für illegale Downloads genutzt wird? Sichtbar sei nur die Freifunk- IP-Adresse, so Geschäftsführer Könning. Und: „Wir übernehmen die Haftung von Missbrauch.“ Falls kriminelle Aktivitäten über das WLAN erfolgten, sich etwa jemand Material für einen Bombenbau oder illegale Waffen bestelle und die Polizei darauf aufmerksam werde, sagt Könning: „Der Freifunkanbieter ist dafür nicht haftbar. Obwohl eine Firewall eingebaut ist, können wir als Anbieter bei mehrfacher Wiederholung eine genaue Standortanalyse machen und das Gebiet einkreisen, sodass die Polizei gezielt tätig werden kann.“

Volksbank sponsert

Hinzu komme, dass jeder Freifunk-Anbieter die bereitgestellte Datenmenge selber bestimmen könne. Künftige Glasfaser-Benutzer, die von mindestens 100 Mbit/s etwa zwei oder drei Mbit/s fürs freie WLAN zur Verfügung stellen würden, dürften in der Praxis keinen Geschwindigkeitsverlust feststellen. Anschaffungskosten für die Router (je 55 Euro) sponsert die Volksbank Erle, komplett mit Installation und Nachrüstung. Die jährlichen Stromkosten (8 bis 10 Euro) tragen Anbieter selbst. „Wir als Volksbank sponsern das Projekt aus vollster Überzeugung. Klar, das ist für uns eine gute Werbung. Es geht uns aber hauptsächlich darum, dass wir nicht im ländlichen Bereich den Städten hinterherhinken und das digitale Zeitalter verschlafen“, sagt Vorstand Ralf Steiger. Wer mitmachen will, kann sich an die Volksbank Erle wenden, denn das Projekt werde nur dann interessant, wenn viele Geschäftsleute und Bürger mitziehen.

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