Das Virus kleinhacken - das möchten im Moment wohl viele. Mit dem Motto schafften es die „RCV Prinzenwagenfahrer und Co.“ beim Online-Rosenmontagszug auf Platz 1 der besten Wagenbauer. © RRZ
Karneval

Die besten Wagenbauer des Raesfelder Rosenmontagszugs stehen fest

Mehr als 4.500 Menschen haben bereits den ersten Raesfelder Online-Rosenmontagszug gesehen. Die besten Wagenbauer wurden nun vom Verein gekürt.

Sonst machen das immer Leute an der Straße“, sagt Britta Terhart vom Verein Raesfelder Rosenmontagszug (RRZ) auf die Frage, wer in den Vorjahren als Jury die besten Wagen ausgewählt hat. In diesem Jahr war aber wegen Corona sowieso alles anders – im Ortskern war es zur Mittagszeit mucksmäuschenstill, während die Wagenkolonne im Miniatur-Format durchs Video fuhr, das der RRZ aus Einsendungen von jecken Wagenbauern zusammengeschnitten hatte.

Deshalb habe man sich entschieden, in diesem Jahr selbst die Prämierung vorzunehmen, sagt Terhart. Man habe aber gemerkt, dass das nicht so einfach sei. In zwei Kategorien wurde unterschieden: einmal die von Erwachsenen (auch Familien) gebauten Wagen und dann die, an denen nur Kinder beteiligt waren.

„Drum hacken wir das Virus klein“

Auf Platz 1 landeten der „RCV Prinzenwagenfahrer und Co“: Diese hatten auf ihrem Wagen einen Mann im Arztkittel auf das Coronavirus mit einer Axt eindreschen lassen: „Im nächsten Jahr soll’s besser sein. Drum hacken wir das Virus klein.“ Einen Gutschein über 75 Euro von der „Freiheit 24“ gibt es dafür.

Zwei zweite Plätze und damit jeweils eine Getränkekarte über 50 Euro von Wenzel Schwering gab es für die Familie Prost und Nadine Bässler, die mit Kappes gegen das Virus ins Feld fuhren sowie für Familie Hater, die den RCV-Prinzenwagen nachgebaut hatte.

Auf den dritten Plätzen landeten „Die drei Eichhörnchen – Erle“ (Steffi Ebbing, Stefan Krause-Ebbing sowie Elke und Klaus Mohr), die die „Tanzbereiche“ aus dem Film „Dirty Dancing“ auf die Corona-Situation übertragen hatten, sowie die Raesfelder Superjecken, die den Wendler-Rausschmiss bei DSDS in ihrem Wagen thematisierten.

Vier erste Plätze in der Kinderkategorie

Bei der Kinder-Kategorie war die Jury offensichtlich mit der Entscheidungsfindung angesichts vieler toller Wagen hoffnungslos überfordert. „Wir hatten vier erste Plätze“, sagt Britta Terhart lachend. „Und wir haben gedacht: Wir lassen das jetzt so.“

Auf dem ersten Platz landete unter anderem die Kükengruppe aus dem Kindergarten St. Barbara Wulfen-Barkenberg, die die Auswirkungen des Lockdowns spaßig auf die Schüppe genommen hatte. Ebenfalls auf dem ersten Platz: Thea Dahmen, die ihren Wagen mit Beleuchtung (!) selbst gebastelt hatte. Charlotte und Henry Dahmen (Thema: Homeschooling) sowie Jonna und Elina Vorholt (Froschwagen) landeten ebenfalls auf dem ersten Platz.

Alle Erstplatzierten bekommen einen 10-Euro-Gutschein von Spielwaren Spangemacher. „Und einen Keksorden“, verspricht Britta Terhart, die mit dem Erfolg des Online-Rosenmontagszugs sehr zufrieden ist: „Das kam total gut an.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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