Die Suche nach dem perfekten Straßenbaum

Umweltausschuss

„Bäume sind heute der Schwerpunkt auf unserer Tagesordnung.“ So begrüßte der Erste Beigeordnete Martin Tesing die Kommunalpolitiker im Raesfelder Bau- und Umweltausschuss am Montag (16.3.).

RAESFELD

17.03.2015, 18:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
So alt wie die Femeiche werden Straßenbäume nicht.

So alt wie die Femeiche werden Straßenbäume nicht.

 Baumgutachter Martin Rensing informierte über die Lebenserwartung von Bäumen und pflegerische Schnitte. „Straßenbäume haben eine Lebenserwartung von 50 bis 80 Jahren“, so Rensing. Die gleichen Bäume würden unter optimalen Bedingungen wesentlich älter werden. Als Hauptursache für die kürzere Lebenserwartung macht der Baumexperte die meist zu kleinen Baumscheiben aus. Rensing ist kein Freund von Wurzelschnitten und dem Kappen der Baumkronen. Nach dem Kappen der Wurzeln sieht er die Standsicherheit gefährdet und nach einigen Jahren seien Schäden in der Krone sichtbar. Die meisten Bürgerbeschwerden gebe es wegen angehobenem Pflaster durch das Wurzelwerk, Schattenwurf oder Laub im Herbst. „Nach oben wachsen alle und Blätter schmeißen sie auch ab“, so Rensings Antwort auf die Frage von Arno Berning (CDU), welcher Baum an Straßen ideal sei.

Baumfällung abgelehnt

Dazu passt der Wunsch von Anwohnern, die an der Straße „Zum Esch“ Bäume fällen möchten. „Die Bäume an unserer Straße bereiten uns Ärger. Die Früchte verbreiten sich in den Vorgärten und setzen sich in Fugen“, so die Begründung. Mit einer Enthaltung wurde die Bitte abgelehnt, die vitalen Bäume zu fällen. Ein weiterer Beratungspunkt war eine 20 Meter hohe, gesunde Esche im Ortsteil Erle. Die Entscheidung wurde verschoben – geklärt wird noch, ob der Baum Schäden an Gebäuden verursacht hat. Für den Erhalt des Baumes spricht die Ortsbild-prägende Erscheinung. Die Ausschussmitglieder teilen aber die Sorge des Eigentümers um seine Gebäude. 

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