Die Jobcenter im Kreis Borken, darunter auch das im Raesfelder Rathaus, sollen digitalisiert werden. Durch die neue „E-Sozialakte“ sollen die Aktenberge in Büros der Vergangenheit angehören. © picture alliance / dpa
Jobcenter

Digitalisierung des Jobcenters soll schnellere Auskunft ermöglichen

Weniger Papier, mehr Service: Das verspricht die geplante Digitalisierung des Jobcenters in Raesfeld und im Kreis Borken. Die „digitale Akte“ soll für Bürger einige Vorteile bringen.

2021 soll das vom Kreis Borken und seinen Kommunen getragene Jobcenter schrittweise auf digitale Aktenführung umgestellt werden. Mit der „E-Sozialakte“ sowie einem digitalisierten Posteingang und -ausgang sollen Papierakten damit künftig bei rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Vergangenheit angehören.

Postalisch eingehende Unterlagen werden dann durch einen zentralen Dienstleister gescannt und elektronisch bereitgestellt. Die Umstellung wirke sich positiv auf die rund 7.000 SGB-II-Bedarfsgemeinschaften im Kreis aus, denn die digitale Akte verbessere in Zukunft den Service deutlich, verspricht der Kreis.

Akten werden gescannt

Zunächst sollen die bestehenden Akten gescannt und in eine Software integriert werden. Anschließend sind die E-Sozialakten jederzeit mit nur einem Klick verfügbar, sodass Auskünfte künftig schneller gegeben werden können. „Natürlich immer unter Einhaltung des Datenschutzes“, so der Kreis. Bürgerinnen und Bürger sollen dann in der Regel keine Originalunterlagen mehr einreichen, sondern Kopien.

Für die Verwaltung positiv: Eingereichten Unterlagen werden nach einer Aufbewahrungsfrist von acht Wochen durch den Dienstleister datenschutzkonform vernichtet. Ausgehende Post wird ebenfalls digital einem Dienstleister übergeben, der das Drucken, Falzen, Kuvertieren, Frankieren und Zustellen übernimmt.

Papierflut wird abnehmen

Die geringer werdende Papierflut soll die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlasten. Auch werde die zum Teil schwierige Raumsituation, die sich in fehlenden Bürokapazitäten begründet, entspannt. Ein bisschen wird es in Raesfeld aber noch mit der Digitalisierung dauern, da die Standorte in den Kreiskommunen nach und nach auf die digitale Aktenführung umgestellt werden. Borken startet am 1. März 2021, gefolgt vom Jobcenter der Stadt Rhede.

Nach erfolgreicher Umstellung des Jobcenters sollen auch die weiteren Abteilungen der Fachbereiche „Soziales“ der Städte und Gemeinden sowie der Kreisverwaltung (z. B. „Hilfe zum Lebensunterhalt“, „Grundsicherung im Alter“ und „Erwerbsminderung nach dem SGB XII“) an die E-Sozialakte angebunden werden. Laut Kreis wird dieses Projekt sich voraussichtlich bis Ende 2022 dauern.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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