Entscheidung zum „Hohen Weg“ vertagt

Hauptausschuss

Einstimmig hat der Raesfelder Hauptausschuss die Entscheidung über Möglichkeiten zur Reduzierung des Verkehrs auf dem „Hohen Weg“ vertagt. Der beauftragte Verkehrplaner sieht weder ein Problem noch eine Lösung.

Raesfeld

von Von Berthold Fehmer

, 07.11.2017, 17:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Über zu viel Verkehr im verkehrsberuhigten Teil des „Hohen Wegs“ beschweren sich die Anwohner. Doch eine echte Lösung des Problems scheint es nicht zu geben. Foto: Berthold Fehmer

Über zu viel Verkehr im verkehrsberuhigten Teil des „Hohen Wegs“ beschweren sich die Anwohner. Doch eine echte Lösung des Problems scheint es nicht zu geben. Foto: Berthold Fehmer © Foto: Berthold Fehmer

In der Sitzung am Montag stellte Thorsten Brandt (Planungsbüro Hahm) Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung (wir berichteten) vor. Fast ein Dutzend Anwohner folgte den Ausführungen. 99 Fahrzeuge pro Stunde hatten die Zähler als Spitzenwert am 13. Juni am Knotenpunkt Hoher Weg/Weseler Straße von 16 bis 17 Uhr gezählt. „Relativ gering“, so Brandt, sei die Verkehrsbelastung des „Hohen Wegs“, da der Gesetzgeber 150 Fahrzeuge pro Stunde als verträglich für verkehrsberuhigte Bereiche erachte. Insgesamt seien 1100 Fahrzeuge täglich auf dem „Hohen Weg“.

Gemessen wurde auch der Durchgangsverkehr. „Überwiegend Anwohner“, so Brandts Fazit, seien auf dem „Hohen Weg“ unterwegs – nur 24,3 Prozent seien dem Durchgangsverkehr zuzurechnen, wobei dieser in die angrenzenden Wohngebiete führe.

„Extrem unattraktiv“

Brandt über den „Hohen Weg“: „Diese Straße hat nicht nur die Funktion einer reinen Wohnstraße.“ Dagegen sprächen das Kolpinghaus und die St.-Sebastianschule in diesem Bereich. Es gebe kaum Möglichkeiten, den geringen Durchgangsverkehr zu verhindern. „Dann müssten Sie es extrem unattraktiv machen, diesen Weg zu befahren.“ Baulich sei das kaum möglich, da der Weg im nördlichen Bereich schon sehr eng sei. Brandt: „Anwohnern würde es auch keinen Spaß machen, alle fünf Meter über einen Buckel zu fahren.“

„Hilfe anbieten“

Mögliche Einbahnstraßen könnten nur die Hälfte des Durchgangsverkehrs erwischen. Aufgrund der geringen Zahl der Fahrzeuge würden Anwohner das aber kaum bemerken. Aufgrund des Ausweichverkehrs könnten Anwohner der gleich belasteten Straße „Zum Esch“ auch laut Brandt zurecht sagen: „Warum wollt ihr die bei uns durch die Straße schicken?“ „Wir würden den Anwohnern gern eine Hilfe anbieten“, sagte Rupert Koller (UWG). Hans-Dieter Strothmann (CDU) fügte hinzu, dass man die Sorgen der Anwohner sehr ernst nehme. Aber auch: „Alles, was man macht, muss machbar und sinnvoll sein.“ Bernhard Bölker (CDU) schlug vor, dass die Informationen in den Fraktionen diskutiert werden sollten, was so beschlossen wurde.

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